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Geld und Recht

Deutsche setzen unverändert auf Gold

Eine neue Studie zeigt eine anhaltend hohe Bereitschaft der Bürger der Bundesrepublik, in das Edelmetall zu investieren.

Die Deutschen mögen ihren "sicheren Hafen" - Gold als Anlageklasse ist unverändert beliebt. © imago/blickwinkel

Die neue Gold-Studie von ReiseBank und CFin - Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin zeigt eine anhaltend hohe Bereitschaft der Deutschen, in Gold zu investieren.

Der Wert der Goldanlagen, die die Deutschen besitzen, liegt inzwischen aufgrund von Zukäufen und des Anstiegs des Goldpreises bei mehr als 450 Milliarden Euro. Das ist eines der Ergebnisse der Studie, die das CFin - Research Centers for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin im Auftrag der ReiseBank durchgeführt hat. 

Die ReiseBank ist einer der umsatzstärksten Edelmetallhändler der Republik und versorgt neben dem Vertrieb in den eigenen Geschäftsstellen unter anderem rund 850 Finanzinstitute der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken mit Edelmetallen.

Zahlen und Fakten zum Goldbesitz in Deutschland:

Der Goldbestand im Besitz deutscher Privatpersonen hat 2019 mit mehr als 8.900 Tonnen einen neuen Höchststand erreicht und beträgt damit rund 2,5-mal so viel wie der Bestand der Bundesbank, der nahezu gleich geblieben ist.

Deutsche (Privathaushalte und Bundesbank) halten 6,5 Prozent der weltweiten Goldvorräte - das entspricht einem einem Gegenwert von derzeit mehr als 450 Milliarden Euro (Goldpreis vom 15. April 2019, 11 Uhr, 1.137 Euro die Fein-Unze). Zum Vergleich: Derzeit repräsentiert Deutschland etwa 1,1 Prozent der Weltbevölkerung. 

38 Prozent der Deutschen (26 Millionen) besitzen Gold in Barren- oder Münzform als physische Wertanlage. Im wohlhabenden Süden Deutschlands besitzen die Bundesbürger die größten Anlagegoldbestände.

Gold macht den Anleger zufrieden: 91 Prozent derjenigen, die je Gold erworben haben, sind mit ihrem Investment zufrieden. Dieser Zufriedenheitswert ist auf einem gleich bleibend hohen Niveau. 82,5 Prozent wollen ihr Gold behalten, 78 Prozent planen, noch mehr Gold zu erwerben. 

Der Anteil des gesamten Goldvermögens der Deutschen macht rund 1,6 Prozent des Gesamtvermögens der deutschen Haushalte aus. (ots)