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Deutsches Haus wird nicht aufgegeben

Zwar steht der Rohbau in Königstein zum Verkauf. Doch die Eigentümer bauen weiter.

© Daniel Schäfer

Von Katharina Klemm

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Königstein. Wie es mit dem Deutschen Haus weitergeht, das fragen sich die Königsteiner wohl jedes Mal, wenn sie an dem Gebäude vorbeigehen. Ende der 1990er Jahre hatten es Uwe und Evelyn Pulwer gekauft. Während sie andere Häuser in der Stadt wieder schick machten, geht es mit dem Deutschen Haus seit mehr als zehn Jahren auf und ab und nur langsam voran. 2013 kam das Hochwasser, mal steht der nie fertiggestellte Rohbau am Reißiger Platz zum Verkauf, dann macht wieder eine neue Idee, wie man ihn nutzen könnte, Hoffnung darauf, dass der Bau bald fertig wird.

Im August vergangenen Jahres bekam die Außenfassade dann einen Anstrich. Damit gliederte sich das Gebäude wenigstens äußerlich besser in sein Umfeld ein. Das machte erneut Mut. Doch gegen Ende 2017 wurde das Deutsche Haus auf mehreren Online-Plattformen zum Verkauf angeboten, teilweise inklusive des Nebengebäudes – ein sanierter Altbau, in dem einige Wohnungen vermietet sind.

Sie haben die Marktlage einmal prüfen wollen, sagt Uwe Pulwer zur Begründung. Nachdem sein Sohn vor einigen Jahren das Haus von ihm übernommen hatte, gehört es nun wieder seiner Frau Evelyn Pulwer. Für das Ehepaar steht fest, dass es weitergeht. Wenn der Winter vorbei ist, wollen sie wieder bauen. „Wir bringen es in Ordnung“, sagt der 67-jährige. „Wie, ist egal.“ Allerdings finanzierten sie den gesamten Neubau aus Eigenmitteln, quasi nebenbei. Hauptberuflich führen beide das Dresdner Unternehmen EP Projekt- und Verwaltungsgesellschaft Wohnen mbH. Es gehe eben alles nur Schritt für Schritt: Etwas Geld verdienen, dann wieder etwas bauen, so Pulwer.

Mittlerweile sei nur noch der Innenausbau offen und der Fahrstuhl müsse noch eingebaut werden, sagt er. „Demnächst werden die Balkone angebaut.“ Und auch die derzeit brachliegenden Außenflächen Richtung Reißiger Platz sollen demnächst gestaltet werden.

Wie das Gebäude letztendlich genutzt wird, stehe noch offen. Ob Ferienwohnungen entstehen, ein Hotel oder doch etwas anderes, ist derzeit noch nicht klar. Selbst betreiben wollen sie es nicht, sagt Uwe Pulwer deutlich. Sie könnten sich vorstellen, es an einen Betreiber zu vermieten oder zu verpachten. Doch auch der Verkauf scheint noch eine Option. Schließlich stehen noch immer Anzeigen auf mehreren Immobilienplattformen im Internet. Und auch Uwe Pulwer sagt, dass sie sich vom Deutschen Haus trennen würden, sollte sich ein Käufer finden.

Es dürfte also bald wieder einen Schritt voran mit dem Deutschen Haus gehen. Wann der Bau fertiggestellt wird, ist allerdings weiter unklar. Es bleibt zu hoffen, dass sich ein Betreiber findet.