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Zwei Frauen, zwei Männer - ein goldenes Team

Die deutschen Skispringer gewinnen in Seefeld als Mixed-Staffel. Für Bundestrainer Schuster ist es ein perfekter Abschluss.

Markus Eisenbichler (l.-r.), Katharina Althaus, Juliane Seyfarth, Karl Geiger jubeln über den Sieg. © dpa/Hendrik Schmidt

Seefeld. Die Medaillensammler um Dreifach-Weltmeister Markus  Eisenbichler brüllten ihre ganze Freude heraus, auf der Tribüne umarmten sich die Trainer Werner Schuster und Andreas Bauer herzlich. Deutschland hat zum dritten Mal in Serie das Mixed bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft gewonnen und dem Deutschen Skiverband (DSV) die sechste Goldmedaille bei den Titelkämpfen in Seefeld beschert. In der Besetzung Katharina Althaus,  Eisenbichler, Juliane Seyfarth und Karl Geiger lag das DSV-Team am Ende etwa 13 Meter vor Silber-Gewinner Österreich. Bronze sicherte sich Norwegen um Top-Skispringerin Maren Lundby.

"Es war fantastisch", sagte Männer-Bundestrainer Schuster nach dem krönenden Abschluss starker Weltmeisterschaften. Auch Frauen-Coach Bauer lobte: "Ich bin noch ganz emotional aufgewühlt. Zum dritten Mal in Folge: Das zeigt auch, dass beide Disziplinen auf sehr hohem Niveau gearbeitet haben." Neben Eisenbichler (dreimal Gold) nehmen auch Althaus und Geiger (je zweimal Gold und einmal Silber) sowie  Seyfarth (zweimal Gold) mehrere Medaillen von Tirol auf den kurzen Weg mit nach Deutschland. "Dass wir gemeinsam so einen Abschluss feiern dürfen, freut mich riesig", sagte Schuster.

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Das erst 2013 in Val di Fiemme bei der WM eingeführte Mixed bleibt damit weiter eine Domäne der Deutschen. Nach Bronze vor sechs Jahren holte das DSV-Team 2015 in Falun und 2017 in Lahti bereits die Goldmedaille. Es war aber kein deutscher Skispringer und keine  Skispringerin bei allen drei Mixed-Titeln dabei: Althaus und Carina Vogt trugen genauso zweimal zu Gold bei wie der Bayer Eisenbichler, der mit seinem insgesamt vierten WM-Titel mit dem heutigen TV-Experten Martin Schmitt gleichzog. "Wenn ich morgen mal heimkomme, realisiere ich dann mal, was wir da alles zusammen gemacht haben. Es war sensationell für mich", sagte Eisenbichler im ZDF.

In der Abschiedssaison von Männer-Bundestrainer Schuster, der seinen nach diesem Winter endenden Vertrag nicht verlängert hat, blicken die DSV-Adler damit auf eine höchst erfolgreiche WM zurück. Nur Polen (Dawid Kubacki) und Norwegen (Maren Lundby) gewannen neben den Deutschen überhaupt Gold. "Wahnsinn, ich freue mich einfach riesig in so einem coolen Team zu springen. Wir haben allen Grund jetzt zu feiern. Es war eine mega coole WM", jubelte Althaus.

Garant für den Erfolg war vor allem Schlussmann Geiger, der Rivale  Stefan Kraft im ersten Sprung schon ordentlich Punkte abnahm. Im zweiten Durchgang steigerte sich auch Einzel-Champion Eisenbichler. Frenetisch bejubelte er seinen 107-Meter-Flug, der Deutschland nach sechs von acht Sprüngen in Führung brachte. Seyfarth und Geiger brachten Platz eins ohne Probleme ins Ziel. Dann gab es im Auslauf kein Halten mehr. (dpa)