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Deutschland & Welt

Durchsuchungen gegen Hass im Netz

Die Polizei hat im Kampf gegen Hass im Netz über 80 Wohnungen und andere Gebäude durchsucht. Dabei wurden sie fündig - auch in Sachsen.

Hass im Netz Trift vor allem Juden, Muslime, Flüchtlinge, politisch engagierte Menschen
Hass im Netz Trift vor allem Juden, Muslime, Flüchtlinge, politisch engagierte Menschen © Lukas Schulze/dpa (Symbolbild)

Wiesbaden. Bei einem europaweiten Aktionstag gegen Hass und Hetze im Internet hat die deutsche Polizei in elf Bundesländern mehr als 80 Wohnungen und andere Gebäude durchsucht. Dabei sei es um die Sicherstellung von Smartphones und Laptops gegangen, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden am Dienstag mit. Knapp 100 Beschuldigte sollten zu mutmaßlich von ihnen veröffentlichten Hasskommentaren vernommen werden. Bei der sechsten Auflage des Aktionstages hätten sich in diesem Jahr auch sechs weitere europäische Staaten beteiligt.

In diesen Bundesländern schlugen die Ermittler nach Angaben des BKA zu: Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

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Bundesjustizministerin Christine Lambrecht erklärte dazu: „Das konsequente Vorgehen von Polizei und Justiz dient dem Schutz aller Menschen, die im Netz bedroht und diffamiert werden. Menschen- und Demokratiefeinde schüren ein gefährliches Klima der Gewalt. Aus Worten können Taten werden.“ Wer hetzt und droht, müsse mit Anklagen und Verurteilungen rechnen. Der Hass treffe Juden, Muslime, Flüchtlinge, politisch engagierte Menschen - und unter all diesen besonders häufig Frauen, bis hin zu widerwärtigen Vergewaltigungsdrohungen. „Ich möchte Betroffene von Hasspostings ermuntern, konsequent Strafanzeigen zu stellen, damit diese Taten verfolgt werden können“, erklärte die SPD-Politikerin. (dpa)

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