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Leben und Stil

Fashion Week: Würden Sie das tragen?

Leni Klum tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter Heidi. Ein Designer experimentiert mit allerhand Materialien, die Sie vielleicht auch noch zuhause rumliegen haben.

Models zeigen Kreationen des Designers Tom Van Der Borght im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week im Kraftwerk in der Köpenicker Straße.
Models zeigen Kreationen des Designers Tom Van Der Borght im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week im Kraftwerk in der Köpenicker Straße. © Jens Kalaene/dpa

Von Caroline Bock und Julia Kilian

Berlin. Momentan ist das mit dem Kleiderschrank eine Krux. Auch wenn viele Kleidungsstücke darin hängen - mitten in der Pandemie reichen oft praktische Sachen. Allen voran die Jogginghose. Zum Auftakt der Berliner Modewoche machen Designer nun Mut zum Experimentieren, vielleicht auch fürs nächste Videotelefonat. Und Leni Klum tritt weiter in die Fußstapfen ihrer Mutter Heidi.

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In der deutschen „Vogue“ gab die 16-Jährige vor kurzem ihr Modeldebüt - mit Mutter Heidi (47) auf dem Cover und in einer Modestrecke. Zum Beginn der Modewoche erschien sie nun in einem Video. Sie zeigt darin Outfits verschiedener Labels und Designer. Der Modefilm für den sogenannten Berliner Salon ist online erschienen.

Wegen der Pandemie findet die Fashion Week diesmal für Zuschauer im Internet statt. Der große Laufsteg im Kraftwerk wurde vom belgischen Designer Tom Van Der Borght eröffnet. Die Aufzeichnung wurde am Montagabend veröffentlicht. Die Models trugen Kopfschmuck aus Kabelbindern, glitzernde Gesichter, bunte Stoffe und Plateauschuhe.

Seine Mode sei Teil eines künstlerischen Forschungsprojekts, sagte der Designer vorab. Er setzt nach eigenen Angaben auf viel Handarbeit und experimentiert mit Materialien, etwa mit Seilen und Plastik, mit künstlichem Fell aus Pflanzen oder sogenanntem Fischleder, gemacht aus der Haut alter Fische. Was kann man alles tragen? Und würde man sich das auch trauen?

Der Designers Tom Van Der Borght experimentiert mit verschiedenen Materialien. Für die breite Masse sind seine Laufsteg-Kreationen vielleicht etwas zu extravagant.
Der Designers Tom Van Der Borght experimentiert mit verschiedenen Materialien. Für die breite Masse sind seine Laufsteg-Kreationen vielleicht etwas zu extravagant. © Jens Kalaene/dpa

Man könnte seine Verwandten im nächsten Videotelefonat ja mal mit etwas Ungewöhnlichem überraschen. Oder die Kollegen morgens in der Onlinekonferenz. Van Der Borght zeigte plüschige Taschen, bedruckte Leggings und Overalls zu Gummistiefeln.

Corona-Tests für Mitarbeiter

Die Modewoche vereint mehrere Veranstaltungen unter einem Dach. Wegen der Pandemie ist diesmal kein Publikum vor Ort. Stattdessen sieht ein Sicherheitskonzept der Veranstalter im Kraftwerk zum Beispiel Corona-Tests für Mitarbeiter vor. Bis Mittwoch sind etwa Laufstegschauen von Kilian Kerner geplant. Der Onlinegipfel „202030“ will bis Sonntag über Umweltschutz in der Branche sprechen.

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Manche Bilder von der Fashion Week dienen vielleicht als Inspiration für andere Zeiten. „Es gibt ein Leben nach Videokonferenzen in Schlabberhose“, sagte etwa gerade Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) in einem Interview des „Tagesspiegels“. Die Art, wie wir uns kleiden, werde ein wichtiges Ausdrucksmittel für die Zeit nach der Pandemie sein. „Schauen Sie, wie rasant sich die Mode nach der Spanischen Grippe entwickelt hat.“ (dpa)

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