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Messerattacken in Duisburg: Verdächtiger hatte Notizen zu Sprengstoff

Im Fall um die Messerattacken von Duisburg haben die Ermittler weitere Hinweise auf eine islamistische Motivation des Verdächtigen entdeckt.

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Bei der Attacke in einem Fitnessstudio in der Duisburger Innenstadt am Dienstag waren vier Menschen mit einer Hieb- und Stichwaffe schwer verletzt worden.
Bei der Attacke in einem Fitnessstudio in der Duisburger Innenstadt am Dienstag waren vier Menschen mit einer Hieb- und Stichwaffe schwer verletzt worden. © Christoph Reichwein/dpa

Duisburg. Im Fall um die Messerattacken von Duisburg haben die Ermittler nach dpa-Informationen weitere Hinweise auf eine islamistische Motivation des Verdächtigen entdeckt. Demnach fand man in der Wohnung des Syrers (26) Notizen in arabischer Sprache, in denen es um Sprengstoff und Giftgase ging. Der "Spiegel" hatte zuvor online darüber berichtet.

Der 26-Jährige soll in der Nacht zum Ostersonntag zunächst einen Mann (35) in Duisburg erstochen haben. Der Täter entkam zunächst unerkannt. Wenige Tage später soll der Syrer dann in einem Fitnessstudio vier Menschen mit einem Messer zum Teil lebensgefährlich verletzt haben. Über eine Fotofahndung stießen die Ermittler nach dieser Attacke auf den Verdächtigen. Durch eine DNA-Spur konnte er danach auch als mutmaßlicher Täter bei dem Angriff zu Ostern identifiziert werden.

Mitarbeiter der Spurensicherung betreten das Fitnessstudio in Duisburg.
Mitarbeiter der Spurensicherung betreten das Fitnessstudio in Duisburg. © Alex Forstreuter/dpa

Die Bundesanwaltschaft hatte die Ermittlungen gegen den Mann wegen der besonderen Bedeutung des Falls übernommen. Damals teilte die Karlsruher Behörde bereits mit, dass es Anhaltspunkte für eine möglicherweise islamistische Tatmotivation gebe. Laut "Spiegel" fand man auf weitere Zetteln des Mannes Abschnitte aus dem Koran, die sich gegen "Ungläubige" gerichtet hätten. Die Übersetzung und Auswertung der Notizen sei aber noch nicht abgeschlossen. (dpa)