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Deutschland & Welt

Landwirtschaft für Insekten schädlicher als Klimawandel

Die direkten Eingriffe des Menschen in die Natur schaden den Insekten deutlich mehr als die Erwärmung. Steigenden Temperaturen würden sogar nützen.

Ein Tagpfauenauge sitzt auf der Blüte einer Zinnie (zinnia elegans). Insekten leiden unter der intensiven Landwirtschaft mehr als unter dem Klimawandel.
Ein Tagpfauenauge sitzt auf der Blüte einer Zinnie (zinnia elegans). Insekten leiden unter der intensiven Landwirtschaft mehr als unter dem Klimawandel. © Soeren Stache/dpa-Zentralbild

Würzburg. Menschliche Eingriffe in die Natur sind einer Studie zufolge bislang stärker für das Insektensterben verantwortlich, als eine Erwärmung infolge des Klimawandels. Höhere Temperaturen könnten sich sogar positiv auf die Menge der Insekten und die Anzahl der Arten auswirken, heißt es in der Untersuchung der Universität Würzburg, die am Dienstag im Journal "Nature Communications" veröffentlicht wurde. Allerdings gelte das nur bis zu einer gewissen Temperaturgrenze, die aber hierzulande noch nicht erreicht sei. Gründe für den Rückgang sind laut Studie vielmehr Faktoren wie die Versiegelung von Böden oder eine intensive Landwirtschaft.

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Die Wissenschaftler hatten im Frühjahr 2019 an 179 Orten in Bayern Netzfallen aufgestellt, vom Tiefland bis in die Berge, in Wäldern, auf Wiesen und Feldern, in naturnahen Gebieten und in Siedlungen. Eine ganze Vegetationsperiode lang seien die Fallen alle 14 Tage geleert worden. Anschließend bestimmten Forscher die Biomasse, also das Gewicht der gefangenen Insekten, das als Maßstab für die Menge gilt, die in einem Gebiet vorkommen. Zudem habe man mit Hilfe von DNA-Analysen die Arten identifiziert. (dpa)

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