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Deutschland & Welt

Ostdeutsche ziehen häufiger weg

Im Vergleich verlassen Menschen aus dem Osten Deutschlands ihre Heimatregion öfter als die Westdeutschen. Das hat vor allem einen Grund.

In andere Regionen ziehen ist vor allem unter Ostdeutschen üblich.
In andere Regionen ziehen ist vor allem unter Ostdeutschen üblich. © Markus Scholz/dpa (Symbolbild)

Wiesbaden/Berlin. Menschen aus Ostdeutschland ziehen im Bundesvergleich häufig aus ihren Heimatregionen weg. In Brandenburg und Sachsen-Anhalt lebte nur etwa jeder zweite Erwachsene (je 53 Prozent), der in den beiden Ländern geborgen wurde, auch 2018 noch dort, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

In Thüringen lebten demnach 61 Prozent der dort Geborenen im Jahr 2018 noch dort, in Berlin waren es 60 Prozent. In Sachsen waren etwa zwei Drittel der dort Geborenen auch 2018 noch im Freistaat anzutreffen - der höchste Wert in den ostdeutschen Bundesländern.

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Laut dem Soziologen am Bundesinstitut, Thomas Skora, weisen die starken Wegzüge aus Ostdeutschland auf wirtschaftliche Unterschiede hin. Auf der Suche nach Ausbildungsmöglichkeiten und Jobs seien die Menschen vor allem nach der deutschen Wiedervereinigung in andere Regionen gezogen.

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Im Bundesvergleich bleiben den Angaben zufolge die Bayern (85 Prozent) am häufigsten in ihrem Bundesland wohnen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Baden-Württemberg, wo 83 Prozent der dort Geborenen im Jahr 2018 noch dort lebten - und Nordrhein-Westfalen (82 Prozent). Bei größeren Bundesländern mache sich auch deren flächenmäßige Ausdehnung bemerkbar, sagte Skora. Die Menschen könnten vor allem bei Umzügen über kurze Distanzen im Land bleiben. (dpa)

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