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Deutschland & Welt

Politologe soll für China spioniert haben

Der Deutsche soll dem chinesischen Geheimdienst fast ein Jahrzehnt lang Informationen geliefert haben. Nun soll ihm der Prozess gemacht werden.

Schild am Eingang zum Gebäude der Bundesanwaltschaft
Schild am Eingang zum Gebäude der Bundesanwaltschaft © Christoph Schmidt/dpa

Wegen mutmaßlicher Spionage für China hat die Bundesanwaltschaft am Montag einen deutschen Politologen festnehmen lassen. Bereits im Mai sei am Oberlandesgericht (OLG) München Anklage gegen ihn erhoben worden, wie die Karlsruher Behörde am Dienstag mitteilte. Der Mann soll dem chinesischen Geheimdienst fast ein Jahrzehnt lang, von 2010 bis 2019, regelmäßig Informationen übermittelt haben - vor oder nach Staatsbesuchen oder multinationalen Konferenzen und auch zu aktuellen Fragen. Das Material habe der Mann, der seit 2001 einen international bedeutenden Thinktank betreibe, von seinen vielen hochrangigen politischen Ansprechpartnern gehabt.

Der Festgenommene sollte im Laufe des Tages in München dem Staatsschutzsenat des OLG vorgeführt werden, wie es hieß. Dort werde entschieden, ob er in Untersuchungshaft kommt. Zuvor hatte das ARD-Hauptstadtstudio über die Anklage berichtet. (dpa)

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