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Raserunfall: 28-Jähriger muss sich wegen Mordes verantworten

Mit mehr als 200 soll der Angeklagte auf einer Landstraße die Kontrolle über sein PS-starkes Auto verloren und auf der Gegenspur eine Autofahrerin getötet haben.

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Augsburg: Im Strafjustizzentrum wird ein Mann von einer Polizistin in den Schwurgerichtssaal geführt, wo seine Anwälte warten. Der Angeklagte soll bei einem Raserunfall eine entgegenkommende Autofahrerin getötet haben.
Augsburg: Im Strafjustizzentrum wird ein Mann von einer Polizistin in den Schwurgerichtssaal geführt, wo seine Anwälte warten. Der Angeklagte soll bei einem Raserunfall eine entgegenkommende Autofahrerin getötet haben. © Stefan Puchner/dpa

Augsburg. Wegen Mordes muss sich seit Dienstag ein mutmaßlicher Autoraser vor dem Augsburger Landgericht verantworten. Der 28-Jährige soll seinen PS-starken Wagen auf einer Staatsstraße in Nordschwaben auf etwa 200 Kilometer pro Stunde beschleunigt haben, deswegen die Kontrolle über das Fahrzeug verloren haben und bei einem Zusammenstoß mit einem Auto auf der Gegenfahrbahn dessen Fahrerin getötet haben. Erlaubt war auf der Straße maximal Tempo 100.

Zu Beginn des Prozesses äußerte sich der Angeklagte noch nicht. Sein Verteidiger kündigte an, für seinen Mandanten beim nächsten Verhandlungstag im Oktober eine Erklärung verlesen zu wollen.

Mitangeklagt ist der 29 Jahre alte Beifahrer des Unfallverursachers. Er soll den Fahrer bei der halsbrecherischen Fahrt noch angefeuert haben. Er ist wegen Beihilfe zum Mord angeklagt. Dafür droht ihm eine Haftstrafe ab drei Jahren. Im Unterschied zu dem Hauptangeklagten sitzt der Beifahrer allerdings nicht in Untersuchungshaft.

Die Strafkammer hat für den Prozess zunächst acht Verhandlungstage geplant, das Urteil könnte Ende Oktober verkündet werden. Der Ehemann und die vier Kinder der getöteten 54-jährigen Frau sind Nebenkläger in dem Verfahren. Die Angeklagten, beides deutsche Staatsbürger, müssen sich zudem in dem Verfahren auch wegen illegalen Drogenhandels verantworten. (dpa)