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Politik

Rassistische Chatgruppe bei Berliner Polizei

Eine rechtsextreme Polizei-Chatgruppe gibt es wohl auch in Berlin. Nach ARD-Berichten werden Flüchtlinge als Ratten und Neonazis als Verbündete bezeichnet.

Auch bei der Polizei in Berlin haben Journalisten eine rechtsextremistische Chatgruppe gefunden.
Auch bei der Polizei in Berlin haben Journalisten eine rechtsextremistische Chatgruppe gefunden. © Paul Zinken/dpa (Symbolbild)

Berlin. Nach der Aufdeckung einer rechtsextremen Chatgruppe bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen ist laut Recherchen des ARD-Magazins "Monitor" auch in den Reihen der Berliner Polizei ein Chat mit rassistischen Inhalten aufgetaucht. Darin würden Muslime als "fanatische Primatenkultur" bezeichnet, Flüchtlinge mit Vergewaltigern oder Ratten gleichgesetzt und Neonazis als mögliche "Verbündete" bei linken Demonstrationen genannt, heißt es in dem Beitrag, der am Donnerstagabend ausgestrahlt werden soll.

Es soll sich um den internen Chat einer Dienstgruppe der Berliner Polizei handeln, in dem sich mehr als 25 Beamte ausgetauscht haben sollen. Vor allem sieben Beamte hätten sich darin regelmäßig klar rassistisch geäußert, häufig in Form von vermeintlichen Witzen, heißt es in dem Bericht. Kollegen hätten die Äußerungen häufig mit Zustimmung kommentiert. Ein Vorgesetzter der Gruppe sei über rassistische Äußerungen im Chat informiert gewesen. In einer Email habe er die Beamten aufgefordert, keine strafrechtlich relevanten Inhalte zu teilen.

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Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) erklärte dazu laut Magazin: "Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, ist dies absolut inakzeptabel und hat nichts mit einer modernen, weltoffenen Hauptstadtpolizei zu tun." Bei der Innenbehörde war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. (dpa)

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