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Deutschland & Welt

Umfrage: Jüngere sind eher fürs Gendern

Zu gendergerechter Sprache gibt es viele Meinungen. Auch in Stellenanzeigen befürwortet sie nicht jeder. Das Gesetz kennt aber klare Vorgaben.

Männlich, weiblich, divers: Stellenanzeigen müssen grundsätzlich diskriminierungsfrei formuliert sein.
Männlich, weiblich, divers: Stellenanzeigen müssen grundsätzlich diskriminierungsfrei formuliert sein. © dpa/Sven Hoppe

Köln. Sollte in Stellenanzeigen gegendert werden? 38 Prozent sagen ja, 62 Prozent nein. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Marktforschungsunternehmen Respondi im Auftrag der HR-Agentur Königsteiner Gruppe durchgeführt hat. An der Umfrage nahmen rund 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer teil, die sich in den letzten 12 Monaten in einem Bewerbungsprozess befanden.

Unterschiedliche Ansichten zeigten sich im Altersvergleich. So lag der Anteil derjenigen, die eine geschlechterneutrale Sprache in Stellenanzeigen befürworten unter den 20- bis 29-Jährigen bei knapp über der Hälfte (51 Prozent). Unter den 30- bis 39-Jährigen sprachen sich 42 Prozent dafür aus, bei den Altersgruppen darüber (40-49 und 50-59) waren es jeweils nur ein Viertel (25 Prozent) der Befragten.

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In Deutschland soll das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) Beschäftigte vor Diskriminierung aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität schützen.

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Der gesamte Bewerbungsprozess muss demnach diskriminierungsfrei gestaltet sein, wie die Antidiskriminierungsstelle des Bundes auf ihrer Webseite erklärt. Unternehmen müssen etwa darauf achten, Stellenausschreibungen geschlechtsneutral zu formulieren und zum Beispiel durch den Hinweis "männlich/weiblich/divers" ergänzen. (dpa)

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