merken
Deutschland & Welt

Urteil im Mordprozess ohne Leiche

Eine Frau aus Gelsenkirchen verschwindet spurlos. Ihre Leiche wird nie gefunden. Nun haben die Richter den Ex-Freund der Frau wegen Mordes verurteilt.

© Volker Hartmann/dpa

Essen. Im Essener "Mordprozess ohne Leiche" ist ein Mann aus Krefeld am Dienstag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Richter sind überzeugt, dass der Angeklagte seine Ex-Freundin im Juni 2019 ermordet hat. Bilder und Videos, die bei ihm gefunden wurden, zeigen die bereits verstorbene 35-Jährige gefesselt auf dem Boden seiner Wohnung - mit einer Plastiktüte über dem Kopf. Die Leiche der Frau aus Gelsenkirchen ist bis heute nicht gefunden worden.

Der 47-jährige Deutsche hat sich vor Gericht nicht zu den Vorwürfen geäußert. Neben der lebenslangen Freiheitsstrafe haben die Richter außerdem die besondere Schwere der Schuld festgestellt und die anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet.

Der Angeklagte ist bereits 1999 zu elf Jahren Haft verurteilt worden, weil er eine Ex-Freundin erstochen hat. Im aktuellen Prozess haben seine Verteidiger einen Freispruch beantragt. (dpa)

Mehr zum Thema Deutschland & Welt