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Politik

Weniger Kindern droht Armut

Die Zahl von Kindern und Jugendlichen, die in Deutschland von Armut bedroht sind, ist im vergangenen Jahr gesunken. Sie liegt aber noch immer bei 15 Prozent.

Ein Mädchen wartet in der Ferienanlage in der Perspektivfabrik am Beetzsee am Esstisch, bis sie sich das Essen an der Ausgabe holen kann. Hier sind Kinder und Jugendliche, deren Eltern sich keinen Familienurlaub leisten können.
Ein Mädchen wartet in der Ferienanlage in der Perspektivfabrik am Beetzsee am Esstisch, bis sie sich das Essen an der Ausgabe holen kann. Hier sind Kinder und Jugendliche, deren Eltern sich keinen Familienurlaub leisten können. © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild

Wiesbaden. Die Zahl von Kindern und Jugendlichen, die in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind, ist im vergangenen Jahr gesunken. Ihr Anteil lag nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Donnerstag bei 15 Prozent. Im Jahr zuvor waren es noch 17,3 Prozent. Zugleich bedeuten die Zahlen, dass 2019 und damit noch vor der Corona-Krise noch immer fast jedes siebte Kind oder Jugendliche einem solchen Risiko ausgesetzt war, wie das Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Armut oder soziale Ausgrenzung liege dann vor, wenn eines oder mehrere der drei Kriterien Armutsgefährdung, erhebliche materielle Entbehrung oder Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung vorlägen, erklärte das Bundesamt.

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Im europäischen Vergleich liege Deutschland mit dem Wert von 15 Prozent hinter Slowenien (11,7 Prozent), Tschechien (13,0 Prozent), Dänemark (13,2 Prozent) und Finnland (14,3 Prozent). Am höchsten war der Anteil in Rumänien (35,8 Prozent), Bulgarien (33,9 Prozent), Italien (30,6 Prozent im Jahr 2018), Griechenland (30,5 Prozent) und Spanien (30,3 Prozent).

Die Zahlen wurden anlässlich des Tags der Kinderrechte an diesem Freitag, dem 20. November, veröffentlicht. (dpa)

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