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Dicker Scheck für den Fußballplatz

Die Obercunnersdorfer Sportgemeinschaft bekommt eine Anschubfinanzierung – und will sie im wahrsten Sinne des Wortes flüssig machen.

© Thomas Eichler

Von Anja Beutler

Obercunnersdorf. Das ist eine ganze Stange Geld: 6000 Euro hat die Sparkassenstiftung auf dem Scheck für die SG Blau-Weiß Obercunnersdorf stehen. Geld, um das sich der Verein beworben hat und für seine aktuellen Bauarbeiten auch dringend braucht. Ein Bewässerungssystem für den Hartplatz und den kleinen Trainingsplatz an der früheren Schule wollen die Sportler bauen. Das kostet zwar deutlich mehr als 6000 Euro – aber einen kräftigen Schub bekommen die Sportler damit auf alle Fälle. „Wir rechnen insgesamt mit rund 20000 Euro, die das ganze Projekt kosten wird“, erklärt Dominik Herrmann, der Schatzmeister des Vereins, die Dimension.

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Schon jetzt an diesem Wochenende werden die Vereinsmitglieder weiter an der Bewässerung arbeiten: Eine Zisterne soll neben dem Hartplatz entstehen. Dafür ist der Bagger bereits vor Ort, die Schaufeln sind geschultert. „Wir können jede Hilfe gebrauchen“, sagt Herrmann auffordernd. Geholfen haben aus dem Verein in den vergangenen Monaten schon viele. Die Kosten für die Bewässerung schultert der Verein mit eigenem Geld, Zuwendungen der Gemeinde Kottmar und sehr viel Eigenleistung. So haben sie die Leitung vom ehemaligen Färberei-Brunnen bis zum Platzrand bereits verlegt. Nun soll der Wasserspeicher eingerichtet werden. Auch der ortsansässige Elektrobetrieb Marschner und der Bautzener Baubetrieb SLB geben etwas dazu, damit die Sportgemeinschaft vorankommt.

Ausruhen können sich die Obercunnersdorfer danach aber nicht: „Wir sind einer der wenigen Vereine, die nur einen Hartplatz und keinen Rasenplatz haben“, sagt Dominik Herrmann. Das soll sich im besten Fall im kommenden Jahr ändern: Dann nämlich wollen die Blau-Weißen auch hier mit dem Bauen beginnen: Der Hartplatz soll dem Naturrasen weichen. Für Punktspiele müssen sie dann gegebenenfalls in die Nachbarschaft ausweichen. Im besten Falle wird erst nach der Saison, spätestens im Herbst gebaut.

Dass der Fußball in Obercunnersdorf eine wichtige Rolle hat – und auch behalten soll, liegt auf der Hand: Die Hälfte der 114 Mitglieder jagt dem runden Leder nach, die anderen Mitglieder spielen Radball oder sind bei der Aerobik. „Wir sind in allen Altersgruppen vertreten und haben seit zwei Jahren auch eine Frauenmannschaft im Spielbetrieb“, freut sich Herrmann.