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Dickes Minus im Krankenhaus Neustadt

Die Ampeln für das Krankenhaus Dresden-Neustadt auf Rot. Die Wirtschaftsprüfer schätzen ein, dass es sehr schwierig sein wird, ab 2015 schwarze Zahlen zu schreiben.

Im neuen Management-Report stehen die Ampeln für das Krankenhaus Dresden-Neustadt auf Rot. Die Wirtschaftsprüfer schätzen ein, dass es sehr schwierig sein wird, ab 2015 schwarze Zahlen zu schreiben. Das ist aber das Ziel von Verwaltungsdirektor Jürgen Richter. In diesem Jahr hat Neustadt schon 1,9 Millionen Euro minus eingeplant. Im Jahr zuvor waren es 3,5 Millionen Euro. Doch nach dem derzeitigen Stand landet Neustadt zum Jahresende bei einem Minus von 2,7 Millionen Euro. Die Zahlungsfähigkeit des Krankenhauses wird über zwei Bankkredite in Höhe von 16 Millionen Euro gesichert. Große Personalausfälle wurden durch die Unterstützung des Krankenhauses Friedrichstadt ausgeglichen, heißt es in dem Halbjahresbericht.

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Die Situation im Friedrichstädter Klinikum sieht besser aus. Dort zeigen die Ampeln gelb. Mit 1,4 Millionen Euro Verlust hatte das Haus gerechnet, nach derzeitigen Prognosen werden es am Ende 700.000 Euro weniger sein. Das Sanierungskonzept liege im Plan. Die Ausgangslage für Friedrichstadt sei allerdings deutlich besser: Das Krankenhaus ist größer und hat Bereiche wie die Orthopädie und Augenklinik, die besser finanziert werden, als beispielsweise die Kinderkliniken. „Die Mitarbeiter in Neustadt leisten eine gute Arbeit. Es gibt tolle Kliniken wie die Geburtshilfe und die Psychiatrie“, sagt Richter. Würde man beide Häuser gemeinsam führen, wären 2014 Verluste und Mehrerlöse fast ausgeglichen. Richter hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, im nächsten Jahr insgesamt ohne neue Schulden auszukommen. (SZ/kle)