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Die Barnewitz-Villa zum Anschauen

Am 2. Juni wird es in dem sanierten Gebäude Auf den Bergen einen Tag der offenen Tür geben. Mit kleinen Führungen.

© privat

Von Peter Redlich

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Radebeul. Einige Radebeuler rufen immer wieder bei der SZ an und wollen wissen: Wann können wir denn die Barnewitz-Villa besichtigen. Die Bauherren hatten bereits zu Jahresbeginn angekündigt, dass es einen Tag der offenen Tür geben soll.

Hannes Kliemann hat den Wetterhahn vom Alteigentümer Christian Barnewitz montiert. © privat

Jetzt ist es so weit. Die Bauarbeiten am Gebäude und dessen Innerem sind fortgeschritten, sodass das Anwesen an der kleinen Straße Auf den Bergen, direkt neben dem Sächsischen Weinwanderweg, vorzeigbar ist. Die Dr. Martens Gebäudemanagement GmbH und Ralf Kliemann mit seiner Baufirma informieren, dass am 2. Juni der Tag der offenen Tür stattfinden soll.

Ralf Kliemann: „Es gibt Bratwurst und Lößnitz Brause. Natürlich kann sich jeder im und am Objekt umschauen und die einzelnen Wohnungen sowie Haushälften besichtigen. Auch werden wir kleine Führungen und Erklärungen mit anbieten, für den der es wünscht.“

Barnewitz-Villa wird das Gebäude gegenüber vom Weinberg Paradies genannt, weil der frühere Besitzer so hieß, Christian Walter Barnewitz. Inzwischen gehört die Villa einer kirchlichen Stiftung. Ralf Kliemann führt die Sanierung weiter. Er und seine Mannschaft sind in den vergangenen Monaten so weit gekommen, sodass das Gebäude stabil ist. Es war durch Grundwasserbewegungen in Schieflage geraten, was die Arbeiten erheblich erschwerte. Kliemann erläuterte, wie das Gebäude in aufwendigen Aktionen untergraben und mittels einer Betonplatte gesichert werden musste. Neue Zwischendecken wurden eingezogen. Das Mauerwerk stabilisiert.

Insgesamt fünf Wohnungen werden eingerichtet. Mit den Denkmalschützern gab es eine Einigung, beispielsweise dass der Zugang zu den Obergeschossen nicht mehr über eine Außentreppe, sondern im Innern des Gebäudes erfolgen kann. Lediglich zum Dachgeschoss durfte Kliemann die Außentreppe nicht fortsetzen. Eine Wendeltreppe führt in die Wohnung mit dem besten Blick bis weit in die Weinberge und zum Lößnitzgrund.

In den letzten Wochen wurde intensiv am Innenausbau gearbeitet. Der gesamte Dachstuhl vom Haupthaus ist denkmalgetreu neu aufgebaut worden. Im alten Dach hatten sich Schwamm und Holzwurm ausgebreitet. Zu 90 Prozent alles verfault, so belegt es ein Gutachten. Das Mauerwerk aus Sandstein und Ziegel ist trocken. Neue Dachentwässerung leitet das Wasser sicher ab. Ralf Kliemann versicherte: „Wir haben die alte Eingangstür gesichert und werden auch das Wappen darüber wieder anbringen.“

Im Inneren soll das historische Gebäude technisch modern ausgestattet werden. Die Wärmeversorgung werde über eine Wärmepumpe und ein Blockheizkraftwerk geschehen. Die Räume sollen alle Fußbodenheizungen bekommen – mit der Möglichkeit, in heißen Sommern auch zu kühlen. Drei der Wohnungen sind im Haupthaus, zwei im Nebengebäude, welches Barnewitz erst 1992 errichtet hatte. Der ehemalige Weinberg östlich vom Haupthaus soll wieder aufgerebt werden.

Tag der offenen Tür, am 2. Juni von 12 bis 14 Uhr, Auf den Bergen 15