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Die besondere Pflege

In Blasewitz kümmern sich Spezialisten intensiv um Kinder und Jugendliche. Damit sind sie im Osten Vorreiter.

© Christian Juppe

Von Alexander Buchmann

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Im Höffner strampelt der Elbepark

Ab in den Sattel und eine selbst gemachte Erfrischung genießen.  So machen Höffner und die AOK PLUS den Elbepark fit.

Farbenfrohe Wände, ein geschlängelter Flur, der an die Elbe erinnern soll, eine Sitzecke. Die Räume der neuen Intensivpflege am Käthe-Kollwitz-Ufer sind wohnlich gestaltet und sorgen so für eine entspannte Atmosphäre. Deren künftige Bewohner sind Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr. „Wir sind kein Krankenhaus und die Kinder sollen sich auch nicht wie in einem fühlen“, erklärt Nicole Tobias. Sie betreibt seit zehn Jahren einen Pflegedienst und öffnet am Donnerstag nach fast zweijähriger Planungs- und Bauzeit die Einrichtung „Bärenstark für Kids – Intensivpflege für Kinder und Jugendliche“. Es ist erst der dritte Standort mit einem solchen Konzept in Deutschland, und der erste im Osten. „In der Einrichtung stehen die Kinder im Fokus“, sagt die Geschäftsführerin.

Deren Pflege setze auf Ganzheitlichkeit, ergänzt die pädagogische Leiterin Uta Meier. Das heißt, dass die Kinder individuell gefördert, erzogen und liebevoll umsorgt werden. Außerdem sollen sie so normal wie möglich leben. Zu dieser Normalität gehört auch ein Schulungsraum, in dem die Bewohner unterrichtet werden können. „Die Kinder sind zwar von der Schulpflicht befreit, aber das wollen wir zurücknehmen“, sagt Meier. Dafür sollen Lehrer in die Einrichtung kommen. Dazu werden aktuell noch Gespräche geführt. Das Angebot hängt auch davon ab, wer die Einrichtung bewohnt. Die ersten zwei Zimmer sind bereits belegt. In der nächsten Woche ziehen vier weitere Patienten ein. Dann soll erst einmal eine kleine Pause eingelegt werden, in der sich Mitarbeiter und Kinder kennenlernen und einleben können. Die zweite Etage wird erst im April belegt.

Insgesamt bietet die Einrichtung Platz für 14 Bewohner, die in Ein- oder Zwei-Bett-Zimmern untergebracht werden. Darunter sind auch Plätze für Kurzzeitpflege. „Außerdem gibt es vier Apartments, die von Eltern angemietet werden können“, sagt die Geschäftsführerin. Der Bedarf an Pflegeplätzen ist aber wohl weitaus größer. Sogar aus Berlin hätten sie schon zwei Anfragen erreicht, erzählt Tobias. Zunächst sollen aber sächsische Kinder Vorrang haben.

Betreut werden die Patienten bei voller Belegung von insgesamt 32 Mitarbeitern. Außerdem kümmern sich externe Ärzte, Therapeuten und ein Therapiehund um die Bewohner. Die Kosten zahlen die Krankenkassen und zuständigen Ämter.