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Geld und Recht

Die besten Angebote für Sparer

Als Sparer hat man es heutzutage nicht leicht.

© Unsplash

Die anhaltende Niedrigzinsphase sorgt dafür, dass es eine attraktive Rendite nur noch mit einem leichten Risiko gibt. Tages- und Festgeldangebote gelten als besonders sicher – das zeigt sich aber leider auch in einer sehr niedrigen Verzinsung. Beim Tagesgeld fallen diese noch niedriger aus, da das Geld täglich zur Verfügung steht, während es beim Festgeld über einen bestimmten Zeitraum verliehen wird.

Die Redaktion von Franke-Media.net hat in ihrem Vergleich die Festgeld-Zinsen von 713 Angeboten mit Laufzeiten von 1 bis 120 Monaten untersucht. Welche Ergebnisse dies ergeben hat und was es bei Tages- und Festgeld sonst noch zu beachten gibt, schauen wir uns im Folgenden genauer an.

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Was hat der Vergleich der Festgeld-Zinsen ergeben?

Beim Festgeld-Vergleich hat sich gezeigt, dass die Zinsen stark von der Laufzeit abhängen. Ein großer Teil der Anbieter sieht eine Festgeldanlage von 6-24 Monaten vor. Bei diesen Angeboten können Zinsen von etwa 0,29 bis 0,58 % pro Jahr erwartet werden. Der maximale Zinssatz reicht dabei von 0,7 bis 1,4 % Jahr.

Mit steigender Laufzeit werden die Konditionen noch etwas besser. Wer sein Geld für 10 Jahre fest anlegt, kann sich auf bis zu 1,8 % Zinsen pro Jahr freuen. Im Schnitt gibt es aber selten mehr als 0,87 %. Zudem muss man sich wirklich genau fragen, wie lange man sein Geld verleihen möchte. Schließlich hat man für einen langen Zeitraum keinen Zugriff darauf.

Zinsen beim Tagesgeld – praktisch nicht existent

Im Vergleich zum Tagesgeld sehen die Zinsen beim Festgeld noch richtig gut aus. Auf Tagesgeldkonten gibt es praktisch keine Zinsen mehr. Diese liegen normalerweise im Bereich unter 0,1%.

Mittlerweile muss man aber schon sagen, dass einige Tageskonten trotzdem ein guter Ort sind, um Geld aufzubewahren, da hier zumindest keine Negativzinsen drohen und somit das eigene Kapital nicht sogar noch dahinschmilzt, anstatt sich zu vermehren.

Die besten Tipps für die Festgeldanlage

Es ist ratsam, dass man sein Geld maximal für etwa 3 Jahre anlegt, da längere Zeiträume schwierig zu überbrücken sind. Schnell kann sich die eigene Lebensplanung verändern und finanzielle Liquidität wird benötigt. Dann kann es schon schmerzhaft sein, wenn ein großer Teil des eigenen Geldes in einer festen Anlage gebunden ist.

Zudem sollte man nicht nur auf die besten Zinsen schauen, sondern sich auch über das Rating des Anbieters informieren. In diesem Zusammenhang ist auch die Einlagensicherung sehr wichtig. In der Regel sind 100.000 Euro (oder das Äquivalent dazu in der Landeswährung) gesetzlich abgesichert. Manche Anbieter haben zudem die Einlagensicherung noch aufgestockt. Empfehlenswert ist es aber, nur bis zur Grenze der gesetzlichen Einlagensicherung bei einem Anbieter zu investieren.

Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten und der Festgeld-Anbieter Konkurs anmelden, erhält man dank dieser gesetzlichen EInlagensicherung zumindest sein Sparguthaben wieder. Versprochene Zinsen werden nicht ersetzt.

In Bezug auf die Höhe der Geldanlage lohnt sich auch ein Blick ins Kleingedruckte der Anbieter. Häufig gelten die besonders attraktiven Konditionen nur für die ersten 10.000 € und dann nimmt der Zins bereits ab. Auch aus diesem Grund ist es sinnvoll, dass man sein Kapital auf verschiedene Anbieter verteilt, um a) das Risiko zu diversifizieren, b) die gesetzliche Einlagensicherheit bei keinem Anbieter zu übertreffen und c) von besonders guten Konditionen für Kleinsparer bei jedem Anbieter zu profitieren.

Sind Zinsbroker eine gute Idee fürs Festgeldsparen?

Um sich im Dschungel der Anbieter zurechtzufinden, kann man entweder einen eigenen Vergleich anstellen oder diese Aufgabe mehr oder weniger in die Hände eines Dienstleisters geben. Sogenannte Zinsbroker helfen einem dabei, die besten Konditionen herauszuholen.

Ein Zinsbroker vermittelt zwischen Kunde und Bank. Durch den Zugang zu dutzenden Anbietern hat der Zinsbroker die Möglichkeit, optimale Konditionen für jeden Kunden herauszuholen. Dabei wird z.B. eine Verteilung des Kapitals so vorgenommen, dass möglichst viele Vorteile genutzt werden (z.B. Kleinsparer-Boni).

Allerdings möchte der Zinsbroker natürlich auch etwas daran verdienen. Das ist letztlich aber nur fair. Schließlich übernimmt ein solcher Service viel administrativen Aufwand bei der Kapitalverwaltung. Diese Zeit können die meisten Personen sinnvoller einsetzen.

Status quo zum Tages- und Festgeld

Aktuell lässt sich sagen, dass Sparer wenig Ertrag mit ihrem angelegten Geld erwirtschaften können. Bei Tagesgeldkonten tendieren die Zinsen gegen Null, während es fürs Festgeld zumindest noch einigermaßen attraktive Zinsen gibt.

Wer viel vergleicht oder einen Zinsbroker nutzt, kann so noch die besten Konditionen herausholen. Man muss aber darauf achten, dass die meisten Anbieter ab einer gewissen Höhe der Einlage nicht mehr so viele Zinsen zahlen. Dies sollte man umgehen, indem man auf verschiedene Anbieter setzt.

Ohnehin ist dies ein ratsamer Schritt, da die gesetzliche Einlagensicherung nur Anlagebeträge von bis zu 100.000 € abgesichert. Eine Streuung des Kapitals kann dabei helfen, das Risiko zu diversifizieren, indem man nicht die Grenze der Einlagensicherung überschreitet und gleichzeitig Vorteile (z.B. Kleinsparer-Boni) bieten. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur M. Stöhr.

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