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Arbeit und Bildung

Die Besten im Handwerk

Die talentiertesten Azubis der Region wurden diese Woche in Dresden gekürt. Doch die Lehrbetriebe haben auch Sorgen.

Sachsens Handwerksnachwuchs kann sich sehen lassen. Die besten Azubis der Region Ostsachsen wurden jetzt in Dresden ausgezeichnet.
Sachsens Handwerksnachwuchs kann sich sehen lassen. Die besten Azubis der Region Ostsachsen wurden jetzt in Dresden ausgezeichnet. © Symbolfoto: dpa
Zugegeben, nicht jeder kann mit Rekorden ins Berufsleben starten, Paul Klotzsche aus Pirna hat es einfach mal gemacht. Der angehende Tischler gehört zu den Siegern des Leistungswettbewerbs im Deutschen Handwerk. Auf Bundesebene, wohlgemerkt. 22 weitere Männer und Frauen aus Sachsen können sich ebenfalls freuen. Sie hatten in ihren Gewerken die Nase im sachsenweiten Vergleich vorn. Im Kammerbezirk Dresden waren insgesamt 34 angehende Handwerker im Wettstreit um die besten Leistungen erfolgreich.

Sie wurden in dieser Woche in Dresden ausgezeichnet. Für 21 junge Gesellinnen und Gesellen aus dem Kammerbezirk , die sich durch besonders gute Leistungen beim Berufsabschluss hervorgetan haben, geht es nun direkt weiter auf dem Karriereweg. Sie wurden in das Förderprogramm der Bundesregierung „Begabtenförderung berufliche Bildung“ aufgenommen. Mit diesen Zahlen kann sich die sächsische Ausbildung durchaus sehen lassen, findet Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden. „Es ist toll, solche Menschen im Handwerk zu haben“, sagte er und lobt besonders die duale Ausbildung.

Doch die sächsischen Lehrbetriebe plagen auch Sorgen. Viele suchen inzwischen vergeblich nach geeignetem Nachwuchs. Und wenn es darum geht, Sachsens Handwerk sicher für die Zukunft aufzustellen, sei auch die Politik heute stärker gefragt, so der Kammer-Präsident weiter. „Das Handwerk ist Wachstumsmotor in der Region, braucht aber auch zugleich die passenden Rahmenbedingungen, um wachsen zu können. Im Bereich der dualen Ausbildung sind das Themen wie die Entlastung der Betriebe hinsichtlich der Mindestausbildungsvergütung, Stärkung der Oberschulen und die Umsetzung der zentralen Berufsschulnetzplanung“, so Jörg Dittrich.

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Doch die sächsischen Lehrbetriebe plagen auch Sorgen. Viele suchen inzwischen vergeblich nach geeignetem Nachwuchs. Und wenn es darum geht, Sachsens Handwerk sicher für die Zukunft aufzustellen, sei auch die Politik heute stärker gefragt, so der Kammer-Präsident weiter. „Das Handwerk ist Wachstumsmotor in der Region, braucht aber auch zugleich die passenden Rahmenbedingungen, um wachsen zu können. Im Bereich der dualen Ausbildung sind das Themen wie die Entlastung der Betriebe hinsichtlich der Mindestausbildungsvergütung, Stärkung der Oberschulen und die Umsetzung der zentralen Berufsschulnetzplanung“, so Jörg Dittrich.

Vorbildliche Ausbildungsbetriebe

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Das Dresdner Unternehmen HTS wurde als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet. Das hat viele Gründe.

Die hatte zuletzt für viel Verunsicherung gesorgt, auch, weil es lange nicht recht voranging. Noch Ende letzten Jahres hatte Sachsens Kultusministerium eine Online-Umfrage zum grundsätzlichen Vorgehen bei der Schulnetzplanung berufsbildender Schulen gestartet. In diesem Jahr nun soll das lange geplante Vorhaben umgesetzt werden. – Die Planung wird, so die Hoffnung der Ausbildungsbetriebe, das Fundament der sächsischen Lehrlingsausbildung stärken. Die Unternehmen selbst investieren seit Jahren verstärkt in den Nachwuchs. Drei von ihnen wurden in dieser Woche für ihr Engagement ausgezeichnet. Dazu gehören die HTS Haustechnik und Service GmbH aus Dresden, bei der aktuell elf Lehrlinge ausgebildet werden, die Neumeister Innenausbau GmbH aus Bautzen und der Kfz-Betrieb „Die Meister“ Michael Schulz e. K. aus Dresden. Sie dürfen nun ganz offiziell das Siegel „Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb“ führen.