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Die Biennale nimmt Fahrt auf

Die Porzellanbiennale ist wieder zu Gast auf der Albrechtsburg – die ersten Bewerbungen sind da.

© Claudia Hübschmann

Von Udo Lemke

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Meißen. Olaf Fieber hat zwei Briefe auf dem Tisch liegen. Es sind Bewerbungen von Künstlern, die an der 2. Internationalen Porzellanbiennale vom 12. August bis zum 4. November auf der Albrechtsburg teilnehmen wollen. Auch über die sozialen Medien sind schon Anfragen eingegangen, „wir haben mittlerweile Bewerbungen aus Bayern, den Niederlanden und der Schweiz“, und während des Gesprächs klingelt das Telefon, und eine Gestalterin aus Russland erkundigt sich.

Olaf Fieber, gelernter Bossierer, studierter Gestalter und freischaffender Künstler zählt zur Meißner Künstlergruppe „Weißer Elefant“, die gemeinsam mit der Albrechtsburg die Porzellanbiennalen veranstalten. Ziel ist es, zu zeigen, was Kreative dem alten Material Porzellan an neuen Formen und Farben abgewinnen. Dazu werden auch in diesem Jahr etwa 20 Künstler ausgewählt, die ihre Arbeiten am authentischen Ort – auf der Albrechtsburg befand sich die erste Porzellanmanufaktur Europas – vorstellen. Auf welchen Zuspruch dies stößt, zeigte sich, bei der ersten Auflage der Biennale 2016. Sie war nicht nur gut vom Publikum besucht, sondern zählte auch rund 1 000 Fachbesucher – vom Keramiker bis zum Porzellangestalter. „Es besteht ein sehr starkes Interesse, in Meißen ein Podium für kreative Porzellanschaffende anzubieten.“ Für die Besucher ihrerseits sei es oft überraschend gewesen, was man mit Porzellan für Gestaltungsmöglichkeiten habe.

Gefördert wird die Porzellanbiennale mit 5 000 Euro durch die sächsische Kulturstiftung und mit 9 000 Euro durch den Kulturraum, wobei die Stadt Meißen davon etwa 1 000 Euro Sitzgemeindeanteil zusteuert. Und natürlich fördert der Staatsbetrieb Albrechtsburg durch die Bereitstellung der Ausstellungsräume, durch Haustechnik und Betriebskosten das kleine Festival.

So dankenswert das alles ist, so sehr wünscht sich Olaf Fieber, dass sich noch heimische Sponsoren gewinnen lassen, um die Internationalität der Schau zu gewährleisten. Was Meißen betrifft, so ist er überzeugt, dass die Biennale einen Beitrag zu Lebendigkeit und Vielfalt der Stadt leistet. „Einst ist von Meißen das Material in die Welt hinausgetragen worden, jetzt könnten es Ideen sein.“

www.facebook.com/porzellanbiennale.meissen