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Die Brücke gehört jetzt zu Dresden

Kommentar von Denni Klein über die Ergebnisse der Befragung.

In zwei Wochen wird die Waldschlößchenbrücke eine weitere Elbquerung im Dresdner Straßennetz sein. Es ist müßig, sich über ihr Aussehen oder gar über ihre Existenz weiter zu streiten. Sie gehört jetzt zu Dresden. Das sollten auch die erbittertsten Gegner von einst anerkennen und ihren Frieden damit machen. Umgekehrt sollten die glühendsten Brückenbefürworter die Freigabe der Brücke nicht missbrauchen, um einen Triumph zu feiern und Häme über die vermeintlichen Verlierer des wohl intensivsten Streits der vergangenen Jahre zu schütten.

In zwei Monaten wird die neue Elbquerung selbstverständlicher Teil des Straßennetzes sein. Ihre Nutzer werden sich über Staus ärgern, oder sich über die Abkürzung freuen – so wie bei jeder zusätzlichen Straße auch. Dann werden Fragen aufkommen, nach der Lösung neuer Verkehrsprobleme, die die Brücke mit sich bringen dürfte, Schleichverkehre durch die Wohngebiete in Johannstadt und Striesen zum Beispiel oder über die Sanierung des letzten Teils der Stauffenbergallee. Es wird um eine Verkehrsberuhigung für die Neustadt gehen.

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In zwei Jahren wird klar sein, ob die Brücke zusätzlichen Autoverkehr nach Dresden gebracht hat oder einfach nur die Straßen entlastet, denn dann könnte, wenn das Land noch zur Vernunft kommt, die Albertbrücke saniert sein.

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Alle Seiten – Befürworter, Gegner, Politiker und Lobbyisten – sollten bis zur Freigabe innehalten, sich an gemachte Fehler erinnern und den mit dem Unesco-Welterbetitelverlust hohen Preis der in ihrer Art und Weise nicht immer guten Kommunikation bedenken und sich schließlich auf die Brücke als Verbindung einlassen, nicht als Trennung.