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Meißen

Die Busfahrer streiken wieder

Der Kampf um höhere Löhne für Angestellte des Regionalverkehrs in Sachsen geht weiter. Betroffen ist auch die VGM.

Am Mittwoch wird bei der VGM wieder gestreikt.
Am Mittwoch wird bei der VGM wieder gestreikt. © Claudia Hübschmann

Meißen. Am Mittwoch müssen sich Bus- und Bahnreisende in der Region auf Verspätungen einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat einen Warnstreik von Bus- und Straßenbahnfahrern, Schlossern, Fährleuten, Verwaltungsangestellten und Azubis des Regionalverkehrs Sachsen angekündigt. Auch die Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) beteiligt sich laut Gewerkschaft an dem Arbeitskampf, der bereits um 2 Uhr morgens starten und 24 Stunden andauern soll. Die Kundgebungen starten um 8 Uhr.

Entzündet hatte sich der Streit an Forderungen der Arbeitnehmer nach mehr Geld. Sie fordern eine Erhöhung der Lehrlingsgehälter um 250 Euro und eine Anpassung des Stundenlohns von Facharbeitern auf 15,66 Euro, rückwirkend zum 1. März. Die Arbeitgeber hatten ihr Angebot der zweiten Verhandlungsrunde, das von den Streikenden als „provozierend“ bezeichnet worden war, in der dritten Runde noch einmal leicht nach oben korrigiert. So sollen die Arbeitnehmer im ersten Jahr nun 3,5 Prozent mehr Geld und mindestens 90 Euro mehr erhalten. In den folgenden Jahren sollen es jeweils drei Prozent mehr werden. Die Lehrlingsgehälter sollen zwar im ersten Jahr um 150 Euro steigen, sich in den Folgejahren aber deutlich weniger erhöhen als bislang. Damit zeigten sich die Streikenden nicht einverstanden.

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Die Gewerkschaft begründet ihre Forderungen damit, dass in Sachsen-Anhalt bereits ab dem 1. Januar ein Stundenlohn von 15,66 Euro gelte. Ver.di hatte am 24. April schon einmal zum Warnstreik aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft hatten sich über 3000 Arbeitnehmer am Arbeitskampf beteiligt.