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Radebeul

Die Coswiger wollen mehr mitreden

Peter Redlich über das Forum zur OB-Wahl und mehr. Ein Kommentar.

Peter Redlich.
Peter Redlich. © SZ/Fotomontage

Das nahm gar kein Ende – immer mehr Bürger wollten dabei sein und die beiden OB-Kandidaten am Donnerstagabend hören und ausfragen. Die Stühle in der Spitzgrundmühle reichten nicht. Etwa 100 Besucher harrten gar im Stehen zwei Stunden aus. In Coswig ist das Politikinteresse wach, wie selten zuvor.

Dabei geht es nicht allein darum, eine Entscheidung zu finden, wer die nächsten sieben Jahre die Stadtgeschicke als Chef im Rathaus lenken soll. Die Coswiger wollen mitreden und mitentscheiden. Protestaktionen wie beim Kampf um das Wäldchen im Spitzgrund, die hohe Beteiligung an der ADFC-Umfrage zum Radfahren in der Stadt, die mittlerweile bundesweit bekannte Bürgerinitiative gegen Bahnlärm und auch die Menschen, die das Zusammenleben von Flüchtlingen und Einheimischen befördern – die Bürger der Stadt wollen sich beteiligen.

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Allerdings klemmt es auf beiden Seiten noch. Zum einen kommen aus dem Rathaus noch nicht genügend klar verständliche und genügend auffällige Signale, dass und wobei der Bürger mitbestimmen darf. Zum anderen sollten die Coswiger mehr eigene Initiative ergreifen und etwa ihren Stadträten deutlicher sagen, was sie wie wollen.

Miteinander mehr und verständlich reden, darauf kommt es an. Denn ansonsten ist in der Stadt Coswig vieles schon sehr in Ordnung. Das Wahlforum der SZ war ein guter Anstoß. Dieses Drängen nach Mitbestimmen sollten die Bürger der Stadt fortsetzen.

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