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Wirtschaft

Die Deutschen sind reicher geworden

Die Ungleichheiten sind aber noch immer groß. Die reichsten zehn Prozent besitzen mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens.

© Pixabay/Kevin Schneider

Berlin. Die Menschen in Deutschland sind in den vergangenen Jahren reicher geworden. Die Ungleichheit bleibt aber weiter hoch. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die reichsten zehn Prozent besitzen demnach mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens (56 Prozent). Die ärmere Hälfte hat dagegen nur einen Anteil von 1,3 Prozent.

"Die Vermögensungleichheit ist zwar in Deutschland - auch im internationalen Vergleich - sehr hoch, sie verharrt aber in den letzten zehn Jahren auf diesem Niveau", erläuterte Studienautor Markus Grabka.

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Dank niedriger Arbeitslosigkeit und gestiegener Löhne haben viele Menschen in den vergangenen Jahren mehr auf die hohe Kante legen können. Der Studie zufolge legte das Nettovermögen pro Kopf von 2012 bis 2017 durchschnittlich um 22 Prozent auf knapp 103.000 Euro zu.

Menschen, die in den eigenen vier Wänden wohnen, profitierten vom Immobilienboom - ihr Vermögen wuchs besonders kräftig. Demnach verfügten Besitzer einer selbst genutzten Immobilie im Schnitt über ein Vermögen von rund 225.000 Euro, Mieter kamen lediglich auf 24.000 Euro. Auch das Betriebsvermögen - also der Besitz eines Unternehmens beziehungsweise eine Beteiligung daran - ist seit 2012 deutlich gewachsen. Es liegt den Angaben zufolge aber vor allem in den Händen der Vermögenderen.

Der Studie liegen die Ergebnisse einer Befragung von etwa 30.000 Menschen zugrunde. Dabei wird das Vermögen von Personen ab 17 Jahren erfragt. Dazu zählen unter anderem Immobilienbesitz, Sparguthaben, Aktien, Ansprüche aus Lebens- und privaten Rentenversicherungen. (dpa)