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Die eigene Mutter gelinkt

Eine Frau stand wegen Urkundenfälschung und Betrugs vor Gericht. Jetzt muss sie 1800 Euro Geldstrafe zahlen.

Von Helene Krause

Im Gerichtssaal des Amtsgerichts Döbeln blieb der Platz der 29-jährigen Angeklagten leer. Obwohl sie einen Strafbefehl erhalten hatte und dagegen in Einspruch ging, war sie zur Verhandlung nicht erschienen. Der Staatsanwalt beantragte daraufhin, den Strafbefehl aufrecht zu erhalten. Wegen des Vorwurfs der Urkundenfälschung und des Betrugs in zwei Fällen muss die 29-Jährigen eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 15 Euro zahlen.

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Anfang März 2013 hatte sie bei einem Finanzdienstleistungsunternehmen einen Kredit in Höhe von 500 Euro aufgenommen. Weil das Unternehmen eine Bürgschaft forderte, legte die Kreditnehmerin, die arbeitslos ist, kurzerhand ihrer Mutter den Kreditvertrag zur Unterschrift vor. Weil die Mutter dachte, nur das Schreiben zu unterzeichnen, unterschrieb sie. Später strich die Tochter die Überschrift durch und setzte das Wort Bürgschaft darüber. Gleiches wiederholte sich Ende März noch einmal. Wieder legte die Tochter ihrer Mutter den Kreditvertrag vor und diese unterschrieb. Diesmal ging es um eine Kreditsumme von 1125,00 Euro. Doch die Sache flog auf. Die Mutter erstattete Anzeige. Die Sache landete vor Gericht.