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Die ersten Störche sind zurück

Wieder kamen sie zuerst in Nostitz an. Dieses Mal ließ die Partnerin nicht lange auf sich warten. Doch auch in Radibor ist der erste Storch eingeflogen.

© Symbolfoto: dpa/Julian Stratenschulte

Weißenberg. Man könnte fast den Kalender nach ihnen stellen. Denn auch in diesem Jahr kam der erste Storch, der seit mehreren Jahren in Nostitz auf einem Schornstein brütet, schon Ende Februar aus dem Winterquartier zurück. Familie Biebrach, die genau gegenüber wohnt, konnte die Ankunft auch in diesem Jahr beobachten. Der erste Storch mit dem besonderen grünen Ring kam am 27. Februar an, der zweite dann am 1. März.

Doch nicht nur in Nostitz wurden die Störche gesichtet. Ebenfalls am 1. März flog der erste Storch in Radibor das Nest auf dem roten Schornstein an. Dieser Storch, so konnte es Storchenfreund Andreas Baumgärtel am Ring ablesen, wurde 2009 in Rochlitz geboren und kommt schon eine Weile nach Radibor. Er fliegt über den Winter nicht ganz so weit weg, ist ein sogenannter Westzieher. Sein Quartier hat er wahrscheinlich irgendwo in Spanien. Auf die sogenannten Ostzieher werde man noch bis Ende des Monats warten müssen, bis sie über die Türkei und den Balkan, die Slowakei und Polen hier ankommen.

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„Leider kommen nach drei Jahren in Afrika sehr wenig geschlechtsreife Jungstörche in ihre Heimat zurück“, berichtet Baumgärtel, der Mitglied im Verein sächsischer Ornithologen ist und ehrenamtlich im Sommer beim Beringen der Jungstörche hilft. Er beobachtet schon seit Jahrzehnten die Vogelwelt. Deshalb konnte er anhand der Ringe 2018 nur fremde Störche als Brutvögel feststellen. Es waren sogar Störche mit Ringen aus Polen erfolgreich, so zum Beispiel in Commerau bei Königswartha und in Cunnewitz.