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Die ersten Zentrumspläne

Schon kurz nach der Gründung Freitals sollte die Stadt einen gesellschaftlichen Mittelpunkt bekommen.

Freitals erster Oberbürgermeister Carl Wedderkopf hatte es sich nach der Stadtgründung zum Ziel gesetzt, Freital ein Zentrum zu geben. Dafür auserkoren wurde das Gelände rund um den heutigen Neumarkt.

Ein vom Rathaus in Gang gebrachter Ideenwettbewerb regt namhafte Architekten zu interessanten Entwürfen an, wobei der Dresdner Rudolf Bitzan sich durchsetzte. Die Stadtspitze entscheidet sich für einen Markt als großflächiges offenes Viereck, flankiert von städtischen Bauten beiderseits der Hauptstraße, inklusive einem großen Volkshaus. Das Ganze wird noch überhöht, indem zur Planung noch der Zentralfriedhof mit dem Krematorium am Fuße des Windbergs gehört. Nur ein Teil der Entwürfe lässt sich jedoch verwirklichen – unter anderem das Ärztehaus Dresdner Straße 209, Steuerhaus, Handelsschule.

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Die Pläne werden bis 1929/1930 weiterverfolgt. Dann ist die wirtschaftliche Situation so schlecht, dass sie in der Schublade verschwinden. Die Entwürfe geraten in Vergessenheit und werden auch nicht zu DDR-Zeiten wieder aufgegriffen. Vermutlich hatten andere Vorhaben, wie der Wiederaufbau des Stahlwerks, Priorität. (SZ/win)