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Die Euphorie ist wieder da

Die Handballer des HC Elbflorenz wollen in der 2. Liga ihre Serie ausbauen. In Coburg wird das zwar schwer, aber der Gedanke ans Hinspiel lässt hoffen.

© Thomas Kretschel

Von Alexander Hiller

Man könnte von der Mannschaft der Stunde reden, wenn man derzeit über den HC Elbflorenz spricht. Oder vielmehr von der Mannschaft der vergangenen drei Wochen mit der makellosen Bilanz von 6:0 Punkten. Das ist den Dresdnern seit dem Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga noch nie geglückt. Mit entsprechend viel Selbstvertrauen dürfte sich das Team von Trainer Christian Pöhler am Sonnabend, 19.30 Uhr, auch beim derzeitigen Tabellenfünften HSC Coburg vorstellen.

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Die Oberfranken sind im Vorjahr zwar aus der Bundesliga abgestiegen und gelten mithin per se als eines der spielstärksten Teams, allerdings landeten die Dresdner im Hinspiel just gegen den HSC mit 29:25 den deutlichsten ihrer bisher neun Saisonsiege. Mit vier Toren Differenz setzten sich die Aufsteiger nur noch gegen Hagen (30:26) durch. „Ob uns Coburg als Gegner einfach liegt, lässt sich aus diesem einen Aufeinandertreffen schwer herausarbeiten“, sagt HC-Trainer Christian Pöhler, stellt aber im selben Atemzug fest: „Auf jeden Fall haben wir damals eines unserer besten Spiele überhaupt gemacht. Deshalb fahren wir mit einem guten Gefühl dahin.“

Gleichwohl hat sich der Erstliga-Absteiger von diesem Rückschlag in Dresden glänzend erholt und kann sich als Fünfter mit derzeit sieben Punkten Rückstand auf den ersten Aufstiegsplatz noch leise Hoffnungen auf den sofortigen Wiederaufstieg machen. „Wenn sie das noch schaffen wollen, dürfen sie sich gegen uns keinen Ausrutscher erlauben. Deshalb sehe ich den Druck klar aufseiten der Gastgeber. Wir fühlen uns in der Rolle des Underdogs sehr wohl“, sagt der 37-Jährige.

Er verlebt auf der kleinen Erfolgswoge, die den HC Elbflorenz auf fünf Punkte vor die Abstiegsplätze spülte, ohnehin recht sorgenfreie Arbeitstage. „Das Training ist natürlich immer schöner, wenn man im Wettkampf auch Erfolg hat. Die Stimmung bei uns ist derzeit vergleichbar mit der im letzten Jahr“, sagt Pöhler. Damals stellte sich so langsam Aufstiegseuphorie ein. Die wird es diesmal nicht geben. Aber der Klassenerhalt, wenn er denn feststeht, dürfte für vergleichbare Adrenalinschübe sorgen. „Dieses Ziel wollen wir so schnell wie möglich erreichen“, betont er.

Dass angesichts der kleinen Siegesserie der eine oder andere seiner Schützlinge in der Trainingsarbeit nachlässt, hat Pöhler nicht festgestellt, ausschließen will er das aber nicht. „Die Konkurrenzsituation ist bei uns so groß, da muss man im Training schon ordentlich Gas geben“, sagt Kapitän Arseniy Buschmann. Denn auch der zuletzt angeschlagene Roman Becvar steht seit Mittwoch wieder voll im Training. Nur der für den Rest der Saison ausfallende Nils Gugisch trainiert nach seinem Kreuzbandriss noch nicht wieder mit der Mannschaft.