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Schwedischer Dreifachsieg am Königsufer

Fast hätte es fürs Finale gereicht. Sandra Ringwald sorgt beim Dresdner Skiweltcup für das beste deutsche Ergebnis. Bei den Männern ist nichts zu holen.

Jonna Sundling (3.), Stina Nilsson (1.), Maja Dahlqvist (2.). © Sven Ellger

In Dresden ist schwedischer Feiertag – zumindest bei den Langläuferinnen am Elbufer. Den Sieg im Finale bei der zweiten Auflage des Skiweltcups sicherte sich am Samstagnachmittag Olympiasiegerin Stina Nilsson, die damit zum vierten Sieg in Serie sprintete. Das Kunststück gelang ihr nun schon zum zweiten Mal in ihrer Karriere. „Ich bin happy. Es war eine superschnelle Strecke, und die Zuschauer haben mir viel Energie gegeben“, sagte die 25-Jährige nach ihrem 21. Weltcupsieg. Einen schwedischen Dreifacherfolg machten Maja Dahlqvist und Jonna Sundling perfekt. Auf der Pressekonferenz belohnten sich die Drei dann jeweils mit einer heißen Waffel mit Himbeersauce.

Den Sprung ins Finale vor 2.400 Zuschauern hatte Sandra Ringwald in Dresden knapp verpasst. Die 28-Jährige aus Schonach erreichte im Halbfinale über 1,6 Kilometer den dritten Platz, auf Rang zwei fehlten ihr lediglich 44 Hundertstelsekunden. „Ich hatte heute richtig Bock und auch den Speed drauf. Den Turbo habe ich dann nicht noch mal zünden können“, meinte Ringwald. Als Siebente und damit auch beste Deutsche bestätigte sie ihre WM-Nominierung. „In Dresden ging es schon mal wieder in die Richtung und weiter bergauf“, sagte sie zu ihrer besten Saisonplatzierung. Die weiteren deutschen Frauen Sofie Krehl, Elisabeth Schicho, Anne Winkler, Laura Gimmler, Victoria Carl und Nadine Hermann, schieden im Viertelfinale aus.

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DSC muss in Straubing ran

Nach dem Abschlusstraining am heutigen Freitagvormittag stieg das Team von Chefcoach Alexander Waibl in den Bus und machte sich auf nach Niederbayern, wo sie morgen um 18.30 Uhr das letzte Spiel der Hauptrunde gegen Aufsteiger NawaRo Straubing bestreiten werden. 

Italienischer Star Pellegrino wird disqualifiziert

Als im Sprintfinale der Männer die Post abging, war der große Favorit schon längst nicht mehr dabei. Federico Pellegrino hatte im Viertelfinale einen Konkurrenten behindert, indem er ihm versehentlich seinen Skistock zwischen die Beine geschlagen hatte. Der zweifache Premierensieger vom Königsufer kam zwar in seinem Lauf als Erster ins Ziel, wurde aber nachträglich noch disqualifiziert. In Abwesenheit des Langlauf-Dominators Johannes Hösflöt Kläbo aus Norwegen sicherte sich sein Landsmann Sindre Bjørnstad Skar vor dem Russen Gleb Retiwych. Platz drei ging mit Erik Valnes ebenfalls an die große Skination. Das Trio profitierte im Finale auch von den drei französischen Konkurrenten, die sich gegenseitig behindert hatten und zu Fall kamen.

Gleb Retivykh (2.), Sindre Bjoernestad Skar (1.), Erik Valnes (3.)  © Sven Ellger

Von den deutschen Männern schaffte es keiner ins Halbfinale. Sebastian Eisenlauer, der als 30. gerade so die Qualifikation überstanden hatte, schied im Viertelfinale genauso aus wie der ehemalige Junioren-Weltmeister Janosch Brugger. Die anderen DSV-Starter hatten es nicht in die nächste Runde geschafft. Der Dresdner Richard Leupold kam zwar nur auf den 58. Platz, genoss aber erneut seinen Auftritt vor der Heimkulisse. „Die Fans sind absolut genial. Es habe gespürt, wie die Menge mich gepusht hat. Leider war nur das Skigefühl nicht so da“, sagte er.

Nach den Einzelsprints finden am Sonntag die Teamsprints statt. Die Athleten schwärmten vom schnellen Kurs und der Atmosphäre beim Citysprint. Für die Präparierung der 800-Meter-Runde waren 4.000 Kubikmeter Kunstschnee produziert worden. Bis 2022 steht der Weltcup in Dresden fest im internationalen Kalender des Weltverbandes FIS. 

Sandra Ringwald läuft in der Qualifikation auf der Strecke.  © dpa/Sebastian Kahnert