Merken

Die Großen im Osten melden Aufschwung

Die SZ-Rangliste zeigt:71 der 100 größten Firmen in den neuen Ländern haben im vorigen Jahr ihren Umsatz vergrößert.

Teilen
Folgen

Von Georg Moeritz

Dresden. Ein Jahr des Aufholens: Die Wirtschaft in den neuen Ländern ist 2006 stärker gewachsen als die im Westen. Die 100 umsatzstärksten Unternehmen in den fünf neuen Ländern legten dabei überdurchschnittlich zu: 75 Milliarden Euro nach 67 Milliarden im Vorjahr betrug ihr Gesamt-Umsatz.

Die drei Tabellenführer arbeiten daran, ihre Spitzenplätze zu behalten: Olaf Wagner, Sprecher der Total-Raffinerie in Spergau bei Leuna, berichtet von Investitionen in Methanolanlage und Destillation. Damit seien die Grundlagen gelegt, „dass die Raffinerie fit für den Wettbewerb bleibt“. Sie füllt rund ein Zehntel der deutschen Tankstellen.

Der Chef des Erdgasimporteurs VNG Verbundnetz Gas in Leipzig, Klaus-Ewald Holst, ist in Norwegen auf der Suche nach eigenen Quellen – in gut zehn Jahren will das sächsische Unternehmen ein Zehntel seines Erdgases selbst fördern. Und bei Volkswagen Sachsen ist zwar laut Sprecher Gunter Sandmann 2006 der Umsatz leicht geschrumpft und die Zahl der Beschäftigten um 200 verringert worden. Doch 2007 sei „ein sehr gutes Jahr“ mit steigenden Umsätzen. Bis 2010 investiert VW in Zwickau und Chemnitz 456 Millionen Euro.

Energieversorger wachsen

Die SZ-Rangliste der 100 Größten zeigt Auf- und Abstiege. Die 23Energieversorger erhöhten ihren Umsatz – bei steigenden Preisen. Einige gliederten Tochterfirmen für den Netzbetrieb aus – das erklärt zum Beispiel beim Stromversorger Envia-M (Platz 6) die rechnerische Umsatzeinbuße. Wie in den vergangenen Jahren verkleinerten die Energieversorger trotz steigender Umsätze ihre Belegschaften.

Mit jeweils zehn Unternehmen sind die Branchen Chemie/Pharma und Nahrungs- und Genussmittel auf der Rangliste vertreten. Sie boten schon eher die Chance auf mehr Stellen. Insgesamt 47 der 100 Firmen stockten ihre Belegschaften auf, 27 verkleinerten sie.