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Die halbe Stadt Seifhennersdorf dankt der Kita-Leiterin

Die Chefin der Kindertagesstätte Sonnenkäfer verabschiedet sich. Leicht fällt ihr das nicht.

© Rafael Sampedro

Von Elke Schmidt

Seifhennersdorf. Die Kinder haben lange geprobt, um ihrer „Ulli“ würdig Lebewohl zu sagen. Sie haben Lieder gelernt, ein kleines Gedicht einstudiert und Plakate gebastelt. Ulrike Worbst ist gerührt. Die Leiterin der DRK-Kita Sonnenkäfer in Seifhennersdorf ging am Mittwoch in den Ruhestand und der Abschied fällt ihr in diesem Moment doch schwerer als gedacht. Dabei weiß sie genau, dass „ihre“ Kinder auch nach ihrem Weggang gut behütet sein werden. „Ich habe ein gutes Gefühl für die Zukunft“, sagt sie. Das Kita-Team sei einfach Klasse und mit Alrun Reichelt haben sie eine hervorragende Fachkraft als neue Leiterin gefunden, die ihre Arbeit weiterführen wird. Sie wünscht sich, dass sich die Kinder weiterhin frei entwickeln und vor allem Kind sein dürfen.

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44 Jahre war sie für die Kinder der Seifhennersdorfer da. Angefangen hat sie am 1. März 1974 als Krippenerzieherin und war in verschiedenen Kindereinrichtungen der Stadt tätig. Zuletzt in der Kita Sonnenkäfer, die sie auch lange Jahre geleitet hat. Besonders gern erinnert sie sich an die vielen Veranstaltungen mit den Eltern, wie die Familienwanderungen oder den Oma-Opa-Tag. Überhaupt hätten die Eltern immer mitgezogen. Dafür ist sie dankbar, denn ohne deren Unterstützung wäre vieles gar nicht möglich gewesen.

Ulrike Worbst hat in ihrem langen Arbeitsleben viel erreicht. Beim DRK Kreisverband Zittau ist sie seit 25 Jahren und hat das nie bereut. Es sei oft eine große Verantwortung gewesen, aber immer auch eine spannende Aufgabe, sagt sie. Unter ihrer Leitung wurde der Asbest aus den Wänden entfernt und das Haus innen und außen saniert. Heute sind hier Krippe, Kindergarten und Hort vereint. „Sie hat vieles auf die Beine gestellt“, bestätigt ihre Stellvertreterin Elke Olbrich. Hartnäckig und konsequent habe sie dafür gesorgt, dass die Kita Stück für Stück immer schöner wurde.

Bei all dem ist es nicht verwunderlich, dass zu ihrem Abschied viele Gratulanten gekommen sind. Uwe Lammel, Geschäftsführer vom DRK Kreisverband Zittau, die Bürgermeisterin Karin Bernd (UBS), eine Vertreterin vom Querxenland und von den Johannitern. Sie alle danken ihr für ihre gute Arbeit und wünschen alles Gute für die nun kommende Zeit. Auch das Kita-Team wird seine bisherige Chefin vermissen. Sie habe immer vollen Einsatz gezeigt und dadurch viele Spuren hinterlassen, sagen sie.

Bei so viel Lob könnte man meinen, dass bei den Sonnenkäfern immer alles eitel Sonnenschein war. Doch wie in jedem Team gab es natürlich auch hier Meinungsverschiedenheiten. Ulrike Worbst ist ein strenger und konsequenter Mensch, darin sind sich die Anwesenden einig. Auch wenn das manchmal unbequem war und nicht immer auf Gegenliebe gestoßen ist, konnten sie doch meistens einen Kompromiss finden. Auf lange Sicht hat sich erwiesen, dass sich ihre Hartnäckigkeit im Sinne der Kinder ausgezahlt hat.