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Gesundheit

Die Hölle Morbus Crohn 

Wie Manuel mit Cannabis seine Krankheit kontrolliert

Darmforschung
Darmforschung © Bildredakteur Jim Coote

Heute ein fast normal lebender junger Mann, stand Manuel Raff im Alter von nur 15 Jahren vor dem krankheitsbedingten Scherbenhaufen seines Lebens. Nach Wochen und Monaten mit blutigen Durchfällen, heftigen Krämpfen und erheblichem Gewichtsverlust, musste sich der damalige Teenager mit der Diagnose Morbus Crohn auseinandersetzen. 

Wenn die Schulmedizin nicht mehr hilft

Bei Manuel war der Krankheitsverlauf so schlimm, dass die üblichen schulmedizinischen Therapien nicht anschlugen oder nur kurzfristig Erleichterung verschafften. Cortison-Präparate versagten ebenso, wie die letztendlich eingesetzten hoch-aggressiven monoklonalen Antikörper, einem Mittel, dass ähnlich gravierend wie eine Chemotherapie ist. Monatlich eine Dosis bekommt er von diesen Antikörpern mit gravierenden Nebenwirkungen, die bereits nach einem halben Jahr nur noch für einige wenige Tage die Symptome eindämmen können.

Der Weg in die Illegalität

Manuel bricht die Therapie ab, denn die Nebenwirkungen stehen in keinem Verhältnis zum kurzzeitigen Therapieerfolg. Und er erinnert sich an eine Party, als er grade 16 Jahre alt war. Obwohl er vehement gegen Drogen eingestellt ist, hatte er sich seinerzeit mitreißen lassen und einen Joint geraucht. Die berauschende Wirkung hatte ihn damals weniger beeindruckt, dafür umso mehr, dass die Symptome des Morbus Crohn deutlich nachließen. Sein nächster Schritt führt ihn in die Illegalität, denn er baut heimlich Hanf selbst an, um nicht Drogendealern ausgeliefert zu sein. 

Erstmals fast Beschwerdefrei

Als die Pflanzen erntereif sind, raucht Manuel täglich seinen Joint aus eigner Herstellung - pur, ohne Tabak. Nach Jahren der Qual, mit gravierenden Einschränkungen in der Art zu leben, ist Manuel nahezu beschwerdefrei. Problem ist nur, die kleine Ernte hält nicht lange vor. Seinerzeit gab es das Cannabis-Gesetz noch nicht, denn dieses trat erst 2017 in Kraft.

Inzwischen hat sich der Patient über ganzheitliche Ernährung und alternative Therapien informiert. Und er hat fast alle ausprobiert, inklusive einer Trinkkur mit dem eigenen Urin. Daneben werden neu entwickelte Medikamente ausprobiert und die Ernährung wird komplett umgestellt. Nichts hilft wirklich. 

Das Cannabis-Gesetz bringt die Erlösung

Das Gesetz war kaum in Kraft, als Manuel zu einem der wenigen Cannabis Patienten in Deutschland wurde. Heute bezieht er das therapeutisch wirksame Kraut per ärztlichem Rezept ganz legal über seine Apotheke. Allerdings hatte er sich zwischenzeitlich schon mit dem frei erhältlichen CBD-Öl beschäftigt und dieses auch versucht. Dieses THC-freie Produkt aus Hanf, also ohne berauschende Wirkung, wird quasi zu Manuels Lebensinhalt. 

Der Wille sich und anderen zu helfen

Heute vertreibt Manuel Raff inzwischen sein eigenes CBD Öl unter dem Markennamen Heal Nature. Hinzu gekommen ist eine kleine Serie mit Bio Kosmetik auf Hanfbasis. Alle Produkte werden unter strengen Kontrollen in Deutschland hergestellt, sind 100% natürlichen Ursprungs und obendrein NCS Bio & Vegan zertifiziert.

Erstaunlich ist, dass Manuel obendrein die Zeit und Kraft findet, in seinem eigenen Blog Ratsuchenden Tipps zu geben. Er ist ständig auf der Suche nach neusten Informationen und publiziert diese, sobald sie verifiziert sind. Leidensgenossen können ihn gern direkt per E-Mail ([email protected]) kontaktieren, mit der Garantie auf eine Antwort. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin Nele Coyen.