merken
Sachsen

"Die Hygienekonzepte funktionieren"

In Niedersachsen haben sich Menschen im Restaurant mit Corona angesteckt. Der Dehoga-Chef glaubt nicht, dass das in Sachsen vermehrt passieren wird.

In Sachsen dürfen nur Mitglieder von zwei Haushalten zusammen essen und zwischen den Tischen müssen mindestens 1,5 Meter Abstand sein. Der Hotel- und Gaststättenverband sagt, damit sollten Ansteckungen eigentlich vermieden werden.
In Sachsen dürfen nur Mitglieder von zwei Haushalten zusammen essen und zwischen den Tischen müssen mindestens 1,5 Meter Abstand sein. Der Hotel- und Gaststättenverband sagt, damit sollten Ansteckungen eigentlich vermieden werden. © Martin Schutt/dpa (Symbolbild)

Dresden. Aus der Häufung von Corona-Infektionen nach einem Restaurantbesuch in Niedersachsen lassen sich nach Einschätzung des sächsischen Dehoga-Chefs keine Rückschlüsse für die gesamte Branche ziehen. "Das ist ein Beispiel, das nicht repräsentativ ist für alle Regionen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Sachsen, Axel Klein, am Sonntag. Zudem müsse in dem Fall erst noch überprüft werden, ob sich die Gäste an die Corona-Regeln gehalten haben.

In Sachsen habe er bisher den Eindruck gewonnen, dass die Wiederöffnung der Gastronomie gut laufe, sagte Klein. "Wir haben Hygienekonzepte, die funktionieren." Selbst am Himmelfahrtstag, der auch dem Branchenverband im Vorfeld Sorgen gemacht habe, habe das Abstandhalten "im Großen und Ganzen" gut geklappt.

Anzeige
Jetzt zuschlagen und Schnäppchen machen
Jetzt zuschlagen und Schnäppchen machen

Bis zum 23. Mai können Sie bei der SZ-Auktion bis zu 70 Prozent beim entspannten Einkauf von tollen Reisen und Markenprodukten sparen.

Im niedersächsischen Landkreis Leer haben sich mindestens zehn Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt, die zuvor in geschlossener Gesellschaft bei der Wiedereröffnung eines Lokals in Moormerland dabei waren. Zudem wurde in der Folge noch eine weitere Infektion bekannt. Für rund 70 Menschen wurde häusliche Quarantäne angeordnet.

Weiterführende Artikel

Wirte: "Wir sind nicht das Problem"

Wirte: "Wir sind nicht das Problem"

Das Gastgewerbe sieht sich durch den zweiten Lockdown unverschuldet in der Mithaftung. Ein Gespräch mit Dehoga-Landeschef Axel Klein über die Krise.

Lichtblick für Görlitzer Gastronomen

Lichtblick für Görlitzer Gastronomen

Die Stadt erlässt bis Ende August Gebühren. Zudem dürfen die Wirte ihre Außensitze großzügiger aufstellen.

So öffnen Dresdens Innenstadt-Restaurants

So öffnen Dresdens Innenstadt-Restaurants

Thomas Widmann hat alles vorbereitet, damit seine acht Lokale am Freitag wieder Gäste empfangen können. Welche Regeln gelten und warum der Chef zufrieden ist.

Dehoga-Landeschef Klein sagte, die Hauptsorge der sächsischen Betriebe sei neben dem Gesundheitsrisiko das wirtschaftliche Überleben. "Das ist auch dramatisch." Der Dehoga fordert einen Rettungsfonds des Bundes, damit die Branche die Folgen der Corona-Pandemie bewältigen könne. "Es gibt ja Zeichen, dass er kommt. Aber es muss jetzt schnell gehen, sonst wird es Insolvenzen geben", sagte Klein. (dpa)

Mehr zum Thema Sachsen