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Die Indianer sind da

Die Tänzer der Oneida Indian Nation stimmen sich aufs Karl-May-Fest ein. Das beginnt am Freitagabend mit einer Country-Nacht.

© Wolfgang Wittchen

Von Ines Scholze-Luft

Ein wenig Einsehen hat das Wetter mit den indianischen Gästen. Kurz vor ihrem kleinen Auftritt an der Dresdner Frauenkirche wird aus starkem Regen dann doch ein Nieseln.

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Die kraftvolle Stimme von Norman Jimerson lässt so manchen Fußgänger auf dem Neumarkt aufhorchen. Der 62-Jährige singt und trommelt. Kristine E. Hill, Nicole Jimerson, Heath Hill und Morris Cooke zeigen dazu einen traditionellen indianischen Tanz. Alle fünf gehören der Oneida Indian Nation an und haben gerade 15 Stunden Flug aus den USA hinter sich. Ein kurzer Abstecher ins Hotel – und schon sind sie zum Tanz bereit. Nur die fünfjährigte Olivia Cooke reibt sich noch die müden Augen. Doch die Erwachsenen scheint selbst der Dauerregen nicht zu stören. Unbeirrt setzen sie ihre Tanzschritte. So, wie sie das auch bei den 23. Karl-May-Festtagen zeigen werden, die heute Abend in Radebeul beginnen. Denn dort sind sie zu Gast. Die Männer schon zum zweiten Mal.

Norman Jimerson leitet die Tanzgruppe, sucht die Tänzer aus, arrangiert alles. Ihm gefällt es in Sachsen, er hat schon Meißen kennengelernt und die Lausitz. Die Reise-Anstrengungen nimmt er gern in Kauf, hat sogar schon die nächste Fest-Teilnahme geplant.

Weil jeder Zuschauer wissen soll, was die Männer und Frauen der Oneida Indian Nation da am Hohen Stein im Lößnitzgrund gerade zeigen, werden die Tänze während des Programms erklärt. Und Zuschauer in den Tanzkreis geholt, für einen gemeinsamen Auftritt. Angst haben muss dabei keiner, beruhigt Norman Jimerson. „Wir zeigen keine Kriegstänze.“

Wer noch mehr erleben will unter dem Motto „Indian Spirit“, der ist bei einer Gesprächsrunde zu diesem Thema am Sonnabendabend richtig. Bei der geht es auch um die Rückforderung eines Skalps aus dem Karl-May-Museum.

Die indianischen Filmnächte lassen in den Alltag der amerikanischen Ureinwohner blicken. Auch indianische Völker aus den Anden, aus Bolivien, Ecuador, Chile und Peru haben sich angekündigt. Die kanadische Sängerin Leela Gilday vom Stamm der Dene bringt indianische Folk- und Popsongs mit. Und auf dem Indianerspielplatz am Hohen Stein sind die ganz jungen Abenteurer willkommen.

Heute 19 Uhr eröffnet Schirmherr Ray Halbritter von der Oneida Indian Nation die Festtage in der Westernstadt Little Tombstone. Danach startet die 11. Freiberger Country-Nacht.

Mehr Informationen unter www.karl-may-fest.de.