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Döbeln

Die Karten sind neu gemischt

In drei Wochen könnte sich der neue Stadtrat konstituieren. Für eine Partei wird das bitter.

Das Döbelner Rathaus. Zum ersten Mal zieht die AfD mit fünf Stadträten als zweitstärkste Fraktion ein.
Das Döbelner Rathaus. Zum ersten Mal zieht die AfD mit fünf Stadträten als zweitstärkste Fraktion ein. © André Braun

Döbeln. Mit dem Oberbürgermeister tritt auch ein neuer Stadtrat an – eine außergewöhnliche Konstellation, wie Sven Liebhauser (CDU) meint. Für 22. August will er den Stadtrat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenrufen. In der nächsten Woche soll es ein Treffen des Ältestenrates geben, bei der Termin und Tagesordnung abgestimmt werden. Wichtig sei, dass der Hauptausschuss arbeitsfähig wird.

Die Karten im Stadtrat sind neu gemischt. Zum ersten Mal zieht die AfD mit fünf Stadträten als zweitstärkste Fraktion ein. Die Linke ist nur noch mit zwei Stadträten vertreten und kann keine Fraktion bilden. Damit haben die Stadträte keinen Sitz im Ältestenrat und sind auch in anderen Gremien nicht mehr vertreten. „Wenn nach D‘Hondt gerechnet wird, hätten wir einen Anspruch auf einen halben Sitz im Hauptausschuss und bei den Stadtwerken“, sagte Stadträtin Jana Radtke (Linke).

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Die SPD war bei Gesprächen mit möglichen Koalitionspartnern erfolgreicher. Fraktionschef Axel Buschmann, Hermann Mehner und Stephan Conrad werden künftig mit Berno Ploß zusammenarbeiten, der für die Grünen in den Stadtrat gewählt wurde. „Durch die Zusammenarbeit ist es mir möglich, in den Ausschüssen mitzureden“, sagte Ploß.

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Die größte Fraktion mit neun Mitgliedern stellt die CDU. Fraktionschef bleibt Ullrich Kuhn, sein Stallvertreter wird Rudolf Lehle. Über die Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen gebe es keine Absprachen, sagte Lehle. „Es geht uns um Sachfragen. Wir müssen sehen, wie sich die anderen verhalten.“

Die FDP mit Rocco Werner und Peter Draßdo werden wieder mit Sven Weißflog von den Freien Wählern zusammenarbeiten. „Der Koalitionsvertrag ist unterschrieben“, sagte Weißflog. (DA/jh)

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