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Die Kartoffel mag es luftig

Die Drittklässler sehen sich in der Agrar AG um und staunen über Tausende Knollen.

© Dietmar Thomas

Ostrau. Moritz will es genau wissen. „Wie viele Kartoffeln passen denn hier rein“, fragt der Achtjährige bei einem Rundgang durch den Landhof der Agrar AG Ostrau. Dabei schauen sich die Drittklässler der Ostrauer Grundschule an, wie die Kartoffel vom Feld in den Laden kommt.

„Wenn alle vier Hallen voll sind, lagern dort rund 5 000 Tonnen Kartoffeln“, antwortet Winfried Hunold dem Jungen. Auf rund 120 Hektar Fläche baut die Agrar AG die Knollen an. Zwischen 30 und 50 Tonnen werden pro Hektar geerntet. Bisher ist Wolfram Hirsch, Abteilungsleiter des Landhofes, mit dem Ertrag zufrieden. Allerdings seien noch 60 Prozent der Erdäpfel auf dem Feld. „Zum Vermarkten der Kartoffeln haben wir uns einen Partner gesucht. Den Verkauf an Großkunden übernimmt das Kartoffellagerhaus Falkenhain“, so Hirsch.

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Futterkartoffeln holen die privaten Tierhalter selbst bei der Agrar AG ab. Allerdings hält sich der Andrang in diesem Jahr in Grenzen. Winfried Hunold schätzt, dass es bisher etwa nur halb so viele Kunden waren, wie in den Vorjahren. Die sogenannte Chinaseuche ist schuld, an der zahlreiche Kaninchen gestorben sind. Deren Züchter brauchen nun auch keine Futterkartoffeln.

Die Kinder interessiert das weniger. Sie staunen über das dämmrige Licht, durch das die Kartoffeln nicht grün werden, über die Löcher im Boden der Hallen, die zur Belüftung der Knollen dienen, und über die verschiedenen Arten der Verpackung der Erdäpfel. Und zum Mittag gibt’s natürlich Kartoffeln und Quark. (DA/rt)