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Die Krönung zum Abschluss

Die Handballer des HC Elbflorenz beenden das erste Zweitliga-Jahr als bester Aufsteiger. Und es gibt noch mehr zu feiern.

© Ronald Bonß

Von Tino Meyer

Das Ergebnis: unerwartet gut. Die Stimmung: ausgelassen bis prächtig. Der Mannschaftsbus: spärlich besetzt – was sich in diesem Ausnahmefall allerdings als Vorteil erwies. So konnten alle Handballer des HC Elbflorenz, die nach dem 30:28-Erfolg im letzten Saisonspiel in Emsdetten samt Sofortparty in der Kabine nicht gleich nach Mallorca durchstarteten, die Heimfahrt für ein kurzes Nickerchen im Liegen nutzen. Ausreichend Platz ist schließlich gewesen im Bus und die so großartig beendete Saison anstrengend genug.

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Am Tag danach, als der Flieger mit Teilen der Mannschaft längst in Mallorca gelandet und der teaminterne, flüssigkeitsintensive Saisonrückblick in vollem Gange ist, zieht auch Christian Pöhler nach dem Frühstück mit der Familie zu Hause in Leipzig eine erste, eine öffentliche Bilanz. Und den Sieg zum Abschluss am Samstagabend beim gestandenen Zweitligisten TV Emsdetten zählt der Cheftrainer der Elbflorenz-Handballer dabei zu den Höhepunkten eines ereignisreichen ersten Zweitligajahres. „Besonders die letzten 45 Minuten waren wie aus einem Guss“, sagt Pöhler.

Drei Ziele – alle erreicht

Der Sieg ist de facto die Krönung einer erstaunlichen Entwicklung in der Rückrunde. Der Neuling ist angekommen in der Liga und hat darüber hinaus alle seine Ziele erreicht. Der Klassenerhalt stand dabei natürlich über allem und sollte so zeitig wie möglich perfekt sein. Vier Spieltage vor Ende war es so weit – Haken dran. Blieben also noch die zwei weiteren Vorhaben: beste ostdeutsche Mannschaft sowie bester Aufsteiger. Das eine war nach dem 25:25 in der Vorwoche gegen Nordhorn klar, und vor den nicht minder starken Mitaufsteigern Hagen und Rhein Vikings liegt der HC Elbflorenz dank der Energieleistung in Emsdetten nun auch. Die Belohnung des Trainers ist damit sicher, wenn auch erst in der neuen Saison. „Einen Joker können sie in der Vorbereitung ziehen, das habe ich den Jungs nach dem Spiel gesagt“, so Pöhler.

Dabei schien die Partie frühzeitig entschieden zu sein. Vier Tore betrug der Rückstand, zudem sah Abwehrspieler Norman Flödl nach grobem Foul die Rote Karte – nachdem mit Torwart Mario Huhnstock (geplante Operation) und Rückraumschütze Gabriel de Santis (Adduktoren-Entzündung) ohnehin schon zwei Spieler ersetzt werden mussten. Trotzdem gaben sich die Dresdner nicht geschlagen, sondern starteten eine nicht für möglich gehaltene Aufholjagd. Dass  ausgerechnet Marcel Balster der Initiator war, passt ins Bild. Vor einer Woche ist der Torwart im letzten Heimspiel offiziell verabschiedet worden, im letzten Spiel vorm Karriereende sorgte er nun mit 43 Prozent gehaltener Würfe für die Grundlage des Auswärtssiegs – und die Party danach in der Kabine.