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Die Künstler vom Telekom-Kasten

Der bunte Schaltschrank auf der Gartenstraße in Pirna sorgt für viel Aufmerksamkeit. Aber wer gestaltet ihn eigentlich?

© Daniel Förster

Von Annett Heyse

Pirna. Aus Grau wird Bunt – das Pirnaer Stadtmarketing nimmt die Kampagne der Deutschen Telekom wortwörtlich. Um mehr Farbe ins Stadtleben zu bringen, wird derzeit der große Telekom-Kasten auf der Gartenstraße an der Kreuzung zur Rosa-Luxemburg-Straße bunt angemalt. Aber nicht irgendwie. Die Gestaltung des Kastens ist aufwendig und künstlerisch anspruchsvoll. Beauftragt damit ist der Pirnaer Grafitti-Künstler René Donath, der schon seit Tagen in brütender Hitze zeichnet, klebt und sprüht. Denn für ein Graffito ist die Arbeit tatsächlich sehr filigran.

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Das Hauptmotiv, das aus Richtung Bahnhof zu sehen ist, zeigt Figuren aus Pirnas Kinder-Stadtplan, unter anderem den Maler Canaletto, vor der Altstadt-Kulisse. Die Zeichnung trägt die Handschrift des Pirnaer Grafikers und Cartoon-Künstlers Axel Bierwolf, der die Bilder für den Kinder-Stadtplan gezeichnet hat. Graffiti-Artist René Donath überträgt das Motiv nun auf den Telekom-Kasten. Die Szene wird bald von einem roten Vorhang eingerahmt sein, auf dem sich auch noch die eine oder andere witzige Figur findet. Erst dann ist das Werk vollendet. „Einige Tage werde ich schon noch brauchen“, sagt René Donath.

Die Idee zum bunten Telekom-Kasten hatte Robert Böhme, Projektleiter Stadtmarketing bei der Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna. Aus dem Stadtmarketing-Topf wird die Gestaltung des Schaltschranks auch finanziert. Man wolle Pirna-Besucher, die vom Bahnhof oder vom Busbahnhof in die Altstadt laufen, freundlich und farbenfroh empfangen, begründet Robert Böhme die Aktion. Bisher war das Erste, das Spaziergängern beim Blick in die Gartenstraße auffiel, der wuchtige graue Telekom-Schrank, der sich wie eine Wand auf dem Fußweg aufbaut. Diese Wand ist bald ein schönes buntes Theater. (SZ/ce/df)