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Döbeln

Die letzten Mieter ziehen aus

Der Wohnblock Döbelner Straße 9 bis 17 ist fast leer. Dem Umbau zu altersgerechten Wohnungen steht nichts mehr im Wege.

Dieses Bild hat es in den vergangenen Wochen oft gegeben. Vor den Häusern Döbelner Straße 9 bis 17 halten Umzugswagen. © Dietmar Thomas

Hartha. Die Wohnungsbau-Genossenschaft (WBG) Kontakt Leipzig will den Wohnblock Döbelner Straße 9 bis 17 in Hartha sanieren.

Nachdem nach Verkündung des Vorhabens durch die WBG einige Mieter einen Auszug noch ausgeschlossen hatten, hat sich dieses Bild nun gewandelt. „Es haben alle Mieter ihre Bereitschaft erklärt, auszuziehen“, sagte Jörg Keim, Vorstandsvorsitzender der WBG Kontakt. Ein großer Teil der Mieter bleibe der Genossenschaft erhalten, ein Teil nutze aber auch die Angebote anderer Vermieter. Gegenwärtig ziehen die letzten Mieter aus. Sobald alle Wohnungen leer sind, könne mit der Entkernung begonnen werden, so Keim.

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Der Wohnblock soll seniorengerecht umgebaut werden. Die WBG Kontakt hat sich bewusst die Döbelner Straße 9 bis 17 für dieses Projekt ausgesucht. „Der Block ist gut erreichbar und wir sind sicher, dass sich das Vorhaben gut umsetzen lässt“, hatte Uwe Rasch, Vorstand Technik bei der WBG Kontakt, im März gesagt. Für die Sanierung des Wohnblocks werden vier Millionen Euro ausgegeben. 

„Uns sind für das Vorhaben 750 000 Euro Fördergeld über das Programm ‚Seniorengerechter Umbau‘ vom Freistaat Sachsen bewilligt worden“, sagte Jörg Keim. Weitere 400 000 Euro hatte die Genossenschaft dafür eingeplant, Ausweichwohnungen herzurichten und die Mieter beim Umzug zu unterstützen.

Im Verlauf der Sanierung sollen die Grundrisse der Wohnungen optimiert und teilweise neu gestaltet werden. Die Wohnungen sind danach barrierefrei zugänglich. Alle Eingänge sind über eine Rampe beziehungsweise Treppen erreichbar.

Zur barrierearmen Sanierung gehört der Einbau eines Fahrstuhls, der auf jeder Etage hält. Dafür fällt in einigen Wohnungen das Kinderzimmer weg, denn der Lift wird im Gebäude installiert. Die Wohnungen erhalten neue Balkone, breitere Türen, ebenerdige Duschen, neue Elektrik und Heizkörper. 

„Für die Wohnungen gibt es bereits eine lange Anmeldeliste“, sagte Jörg Keim. Es werden 50 Wohnungen in unterschiedlichen Größen mit insgesamt 3 500 Quadratmeter Wohnfläche saniert. Mit der Fertigstellung rechnet Jörg Keim im ersten Quartal 2021. Nach dem Umbau wird die Kaltmiete auf sieben Euro pro Quadratmeter steigen, hinzukommen 2,20 Euro für die Nebenkosten.

Bei anderen Objekten sei man auch schon den Kompromiss eingegangen, dass die Mieter während des Umbaus in ihren Wohnungen bleiben. Doch das ist für keine Seite zumutbar. Die Hauseingänge einzeln zu sanieren mache aus wirtschaftlichen Gründen keinen Sinn. „Wir müssten dann jedes Mal neu anfangen“, so der Vorstandschef. Zudem sei ein Umzug der Mieter auch bei dieser Variante erforderlich.

Nach dem bekannt werden der Sanierungspläne hatte es bei einigen Harthaer Stadträten Fragen gegeben. Auch weil sich Bürger in der Fragestunde einer Stadtratsitzung negativ geäußert hatten.

 Bei einer eigens anberaumten Beratung mit den Stadträten konnten die Bedenken jedoch ausgeräumt werden. Die Räte begrüßten das Vorhaben. „Für uns war es wichtig, dass wir Fragen klären konnten. Dass der Weg der Sanierung gegangen werden muss, ist klar“, hatte CDU-Stadtrat Christian Zimmermann gesagt.

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