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„Die Mehrheit ist mit Mackenroth unzufrieden“

Ganze drei Stimmen trennten die Ergebnisse der Kandidaten im zweiten Wahlgang. Markus Mütsch hat eine Erklärung.

Herr Mütsch, das Ergebnis war ziemlich knapp. Enttäuscht Sie das?

Die gesunde Drittelstunde

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Enttäuschend fand ich die Wahlbeteiligung bei der Nominierungsveranstaltung. Nicht mal der OB war da – bei so einer wichtigen Gelegenheit!

Im zweiten Wahlgang entfielen – bei einer eingültigen Stimme – 22 Stimmen auf Ihren Konkurrenten Geert Mackenroth, 19 Stimmen auf Sie. Was sagt uns das?

Die Partei ist gespalten!

Was hat Sie Ihrer Meinung nach die fehlende Handvoll Stimmen gekostet?

Es waren an dem Abend zu wenig CDU-Mitglieder anwesend. Ich hatte eine ganze Reihe Leute angesprochen, die dann nicht gekommen sind. Von Herrn Mackenroth aber waren alle da: Das hat sich bemerkbar gemacht. Das ist schade für meine Unterstützter: Die hatten sich erhofft, dass sich nun etwas bewegt. Aber nun wird es wohl weitergehen, wie bisher. Vorausgesetzt, Geert Mackenroth wird auch wieder in den Landtag gewählt.

Wo sehen Sie inhaltliche Unterschiede zwischen Mackenroth und sich?

Ich habe für die Nominierung auf die Region gesetzt, etwa auf das Thema B-169-Ausbau, Mackenroth auf die Berliner Politik. Dabei hat es lokal keine Auswirkungen, wer auf Frau Merkel nachfolgt. Die Frage ist hier doch, was ein Landtagsabgeordneter für die Region leistet. Und manche in der CDU sind mit Mackenroth zufrieden, manche unzufrieden. Das ist offenbar die Mehrheit: Denn Ralf Kregel und ich haben im ersten Wahlgang gemeinsam mehr Stimmen erzielt als Geert Mackenroth.

Sie haben den Radebeuler Mackenroth mehrfach öffentlich und deutlich kritisiert. Helfen Sie ihm nächstes Jahr beim Wahlkampf?

Seine Unterstützer müssen nun sehen, wie sie zurechtkommen. Ich konzentriere mich auf meinen Betrieb. Für Radebeul werde ich mich hier in Riesa nicht engagieren.

Das Gespräch führte Christoph Scharf.