merken

Die nächste Brückenbaustelle kommt

Die Querung über der Bahnstrecke Riesa-Chemnitz ist marode. Das bedeutet bis zu vier Monate Sperrung.

© Klaus-Dieter Brühl

Von Stefan Lehmann

Riesa. Die gute Nachricht zuerst: Die Vollsperrung an der Brücke Lange Straße/Grenzstraße wird in wenigen Wochen beendet sein. Zum 31. Mai will die Stadt die Behelfsbrücke für Fußgänger ausheben. Die Freigabe der neuen Brücke ist derzeit für den 15. Juni vorgesehen. Während damit eine wichtige Verkehrsader wieder frei ist, kündigt sich bereits die nächste längere Sperrung an.

City-Apotheken Dresden
365 Tage für Patienten da
365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Betroffen ist erneut eine Brücke über die Bahnstrecke, diesmal an der Rostocker Straße. Die war schon im vergangenen Juli notrepariert worden, erklärt Stadtsprecher Uwe Päsler. „Insbesondere sind auf der Fahrbahnoberfläche ausgeprägte Risse mit stellenweise starken Belagsausbrüchen und Absackungen aufgefallen.“ Während der Notreparatur habe man schließlich massive Betonschäden festgestellt. Auch die Brückenabdichtung sei nicht mehr funktionstüchtig. Für die dringend notwendigen Reparaturarbeiten hat der Stadtrat nun den Weg freigemacht. In seiner jüngsten Sitzung vergab er den Bauauftrag an eine Firma aus Dahlen. Kostenpunkt: rund 520 000 Euro, deutlich mehr als ursprünglich im Haushalt eingeplant. Die Stadtverwaltung führt als Begründung für die etwa 120 000 Euro Mehrkosten auch die gute Auftragslage für Baufirmen ins Feld, was die Preise in die Höhe treibe. Zudem handle es sich um eine komplexe Baumaßnahme, die Arbeiten seien „unter beengten Baufeldgrenzen auszuführen“. Wegen der zusätzlichen Kosten muss eine geplante Instandsetzung der Paul-Greifzu-Straße ins kommende Jahr verschoben werden.

Nachdem der Stadtrat nun grünes Licht gegeben hat, wird die zuständige Baufirma im Juni einen konkreten Plan erstellen, aus dem sich laut Uwe Päsler auch der Bauablauf ergibt – ebenso wie die notwendigen Verkehrssperrungen. Schon jetzt geht die Stadtverwaltung aber davon aus, dass die Rostocker Straße ab 2. Juli gesperrt werden muss; zeitweise nur halbseitig, zeitweise aber auch voll. In dieser Zeit sei dann nur noch Fußgängerverkehr möglich. Beendet sein soll der Bau dann voraussichtlich Ende Oktober. Während die Preise ein Problem sind, spielt der Stadt ein anderer Umstand regelrecht in die Hände: Die Bahn lässt derzeit auf der Strecke Riesa-Chemnitz die Gleise erneuern. Deshalb verkehrt unter der Brücke ohnehin bis 20. September kein Zug. „Umfangreiche zeit- und kostenintensive Bahngenehmigungen können somit auf ein Minimum reduziert werden“, so die Stadtverwaltung. Auch das sei ein Grund dafür, die Bauarbeiten direkt nach Freigabe der Brücke Lange Straße/Grenzstraße zu beginnen.

Mit der Brückensanierung zu warten, ist laut Stadtverwaltung aber ohnehin keine Option: Werde jetzt nicht gehandelt, dann würden sich die Schäden insbesondere am Überbau weiter ausbreiten. Die Folge wären noch höhere Sanierungskosten. Schlimmstenfalls wäre dann irgendwann ein Ersatzneubau nötig. Der nimmt deutlich mehr als nur vier Monate in Anspruch, wie das Beispiel Lange Straße/Grenzstraße zeigt: Die Brückenarbeiten dort dauern bereits seit Frühjahr 2017.