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Döbeln

Die nächste neue Turnhalle ist zu bauen

Die von Bürgermeister Veit Lindner verpflichteten Stadträte bilden das siebte Parlament nach der Wende. Die Aufgabenliste ist voll.

In Roßwein stehen in den nächsten Jahren mehrere große Bauvorhaben auf dem Programm.
In Roßwein stehen in den nächsten Jahren mehrere große Bauvorhaben auf dem Programm. ©  dpa (Symbolbild)

Roßwein. Für die 22 neu gewählten Stadträte in insgesamt fünf Parteien und Wählervereinigung liegen keine Hinderungsgründe vor, das Mandat anzunehmen. Deshalb hat sie Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) für das Ehrenamt verpflichtet.

„Die bisherigen Räte werden Ihnen sicher bestätigen, dass es immer gute Zeiten und Zeiten des Mangels gab“, sagte der Rathauschef. Die schwerste Bürde habe der Rat zweifelsohne gleich nach der Wende zu tragen gehabt, als von einst mehr als 1 000 Industriearbeitsplätzen nicht einmal 200 übriggeblieben waren.

Ab auf den Grill

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Doch auch die nächste, über fünf Jahre gehende Legislaturperiode hält nach Meinung des Bürgermeisters viele Aufgaben für die Räte bereit. „Es wird eine spannende Zeit“, prognostizierte er. So werden die Kommunalpolitiker aller Voraussicht dabei sein, wenn die Sanierung der Grundschule abgeschlossen und die der Förderschule fortgeführt wird. Auf dem Weinberg soll noch eine neue Einfeldhalle für die Grundschüler entstehen. Damit wäre Roßwein nach dem Neubau der Stadtsporthalle für den Schulsportbetrieb bestens aufgestellt.

Das ist aber noch nicht alles, was erledigt und entschieden werden muss. Der Bürgermeister zählte die Sanierung der Kita „Bussi Bär“ und des Rathauses als wichtige Vorhaben auf. Die Wiederbelebung der Mühlstraße ist anzugehen, über die Zukunft des Bürgerhauses zu entscheiden. Als nächste Straßenbauprojekte stehen unter anderem die Erneuerung der Weststraße sowie der Straße Zum Hohenlauft an. „Für Gleisberg und umliegende Orte wollen wir eine Flurneuordnung anschieben“, kündigte Veit Lindner an.

Und auch eine andere wichtige Aufgabe ließ er nicht unerwähnt: die Wiederaufnahme des Personennahverkehrs zwischen Döbeln und Dresden über Roßwein auf der Schiene. „Das liegt nicht nur bei der Landesregierung. Auch wir in Roßwein müssen einen Teil des Rucksackes tragen. Wie unser Teil aussehen wird, das werden wir sehen“, sagte der Bürgermeister.

Mit diesem großen Vorhaben waren auch schon die Räte in der zurückliegenden Legislatur beschäftigt. Sie hatten sich, wie Lindner zusammenzählte, zu insgesamt 45 Sitzungen getroffen. Die kürzeste war nach einer Stunde und zehn Minuten vorbei, die längste zog sich über dreieinhalb Stunden.

Dabei brachten sie unter anderem die Dammreparatur in Otzdorf, die Sicherung des Rheinischen Hofes, die Sanierung der Oberschule und den Bau der Stadtsporthalle sowie die Renovierung des Sportplatzes Haßlauer Straße auf den Weg. Auch Dutzende Baumaßnahmen waren nach dem Hochwasser 2013 von den Stadträten zu vergeben. Die letzten – der Sportplatz und eine von mehreren Brücken im Zweiniger Grund – konnten im Sommer pünktlich abgeschlossen werden.