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Die neue Notaufnahme wächst

Jetzt wurde der Grundstein gelegt. Im Neubau sollen Patienten künftig schneller versorgt werden.

© Norbert Millauer

Von Nina Schirmer

Radebeul. In der letzten Woche Riesa, jetzt Radebeul: Elblandklinik-Chef Frank Ohi kann derzeit von einem erfreulichen Bautermin zum nächsten eilen. Während am Krankenhaus-Neubau in Riesa bereits Richtfest gefeiert wurde, geht es in Radebeul erst richtig los. Am Montagnachmittag wurde der Grundstein für die neue Notaufnahme gelegt.

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Natürlich nur symbolisch. Denn die ersten Mauern des Rohbaus stehen schon. Seit November letzten Jahres ist das Gelände neben Haus 2 eine Baustelle. Wo vorher eine Wiese war, entsteht der dreigeschossige Neubau, der an das bereits vorhandene Gebäude andocken soll. 25 Millionen Euro kostet das Bauvorhaben nach jetzigem Stand. Eine Fördermittelzusage habe das Klinikum bereits bekommen, sagte Ohi bei der Grundsteinlegung. Der Freistaat Sachsen beteiligt sich an den Gesamtkosten mit 14,92 Millionen Euro. Außerdem wird der Neubau mit 3,1 Millionen Euro über das Investitionsprogramm „Brücken in die Zukunft“ gefördert. Sieben Millionen Euro müssen die Elblandkliniken aus Eigenmitteln finanzieren. „Wir wollen uns hier kein Denkmal bauen, sondern die medizinische Versorgung erweitern“, so Ohi.

Schon beim ersten Spatenstich im November letzten Jahres hatte Verwaltungsdirektor Michael Schmidt erklärt, dass die jetzige Notaufnahme nicht mehr den Anforderungen einer hochmodernen medizinischen Versorgung entspreche. Der Wartebereich für die Patienten sei zu klein. Auch die Untersuchungs- und Behandlungszimmer reichten nicht aus und ihre Ausstattung sei nicht mehr auf dem neuesten Stand. Die Notaufnahme ist über 25 Jahre alt.

In den neuen Räumen sollen die Patienten künftig schneller und effektiver versorgt werden, sagte Philipp von Breitenbuch, Ärztlicher Direktor der Radebeuler Klinik. Die Arbeitsprozesse würden durch kürzere Wege leichter. Etwa wenn ein Schwerverletzter vom Schockraum gleich ins CT nebenan kommen kann. Bis zu 15 000 Patienten werden pro Jahr in der Radebeuler Notaufnahme behandelt.

Das ganze Umfeld im Krankenhaus sei gewachsen, da sei es nur logisch, wenn die Notaufnahme nachziehe, so von Breitenbuch. Sein Traum für die Klinik in Radebeul: „Ein kleines, feines Krankenhaus am Rande der Großstadt“.

Neben der Notaufnahme entsteht im ersten und zweiten Obergeschoss des Neubaus ein Bettenhaus mit 20 Betten der Senologie, dem medizinischen Fachgebiet für Brusterkrankungen. 2019 soll das Gebäude stehen. Anschließend sind im Hauptgebäude Sanierungen geplant. Dort sollen zwei zusätzliche OP-Säle gebaut werden. Außerdem wird die Patientenaufnahme mit einer zentralen Rezeption und zusätzlichen Räumen modernisiert. Auch die Cafeteria soll erweitert werden. Läuft alles wie geplant, sind die Sanierungen 2020 abgeschlossen.

Zur Grundsteinlegung am Montag wurde eine Zeitkapsel mit einem Grußwort des Landtagspräsidenten, den Bauplänen und einer Tageszeitung eingemauert.