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Die Neue vom Dresdner Heidebogen

Die Regionalmanagerin heißt jetzt Susanne Dannenberg. Sie setzt auf kurze Wege – und fängt damit gleich in Königsbrück an.

© René Plaul

Von Nicole Preuß

Königsbrück. Das Zimmer ist sparsam eingerichtet. Ein Schreibtisch, ein Schrank, ein paar Stühle, mehrere Aktenordner und eine Thermoskanne mit Tee. Susanne Dannenberg hat schon einige Antragsteller in ihrem neuen Raum im alten Garnisionshaus in Königsbrück empfangen. Sie will das Zimmer auch noch ein wenig verändern, doch bisher kam sie noch nicht dazu.

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Susanne Dannenberg ist die neue Regionalmanagerin im Dresdner Heidebogen. Sie folgt auf Kristina Kroemke, welche im Sommer vergangenen Jahres überraschend in die Öffentlichkeitsarbeit der Pulsnitzer Helios-Kliniken wechselte. Susanne Dannenberg berät Bürger, Vereine, Kommunen, Kirchen, Stiftungen und Unternehmen zu den EU-Fördermöglichkeiten im Rahmen des Dresdner Heidebogen-Aktionsplans. Manche kommen, weil sie Leerstand beseitigen wollen. Andere möchte ein altes Gebäude umnutzen, Barrieren abbauen oder Spielplätze bauen. Nahversorgungs- und Bildungseinrichtungen können auch gefördert werden genauso wie Klein- und Kleinstunternehmen.

Geschäftsstelle ist in Radeburg

Susanne Dannenberg erledigt das vor allem in der Geschäftsstelle in Radeburg. Sie kann allerdings auch einen Tag in der Woche Interessenten nach Königsbrück einladen. Das Regionalmanagement hat einen Raum in dem Klinkerbau des ehemaligen alten Lagers am Schlosspark gemietet und führt jetzt dort Beratungen durch. In der Vergangenheit hatte es immer mal wieder Kritik gegeben, dass die Beratung bisher nur an einer festen Stelle in Radeburg möglich ist. Das Gebiet, in dem Förderung möglich ist und damit Anträge gestellt werden können, erstreckt sich aber von Großenhain bis Kamenz beziehungsweise von Moritzburg bis Thiendorf.

Susanne Dannenberg bot die Möglichkeit, daran etwas zu ändern. Die 43-Jährige wohnt selbst seit Jahren mit ihrer Familie in Königsbrück. Die Kommunikationswissenschaftlerin war sieben Jahre lang Pressereferentin beim Sächsischen Landesbauernverband in Dresden. Die täglichen Fahrten in die Landeshauptstadt fallen nun glücklicherweise weg. „Ich hätte mir noch vor Kurzem nicht vorstellen können, dass ich mal im Ort arbeiten kann“, sagt sie. Das Regionalmanagement macht das immer donnerstags zwischen 8 und 16 Uhr und nach Vereinbarung möglich.

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Die Förderung kannte sie bisher vor allem von der anderen Seite. Die Beratung war trotzdem nicht neu für sie, als sie Mitte Oktober in dem kleinen Team in Radeburg begann. Sie hat sich über die Zeit die spezifischen Regelungen des Heidebogens angeeignet und bemerkt, dass es den einen Musterfall nicht geben kann. Das bringt Herausforderungen mit sich, aber auch immer wieder Neues. Dazu kommt, dass sie so manches Projekt selbst anstoßen kann. Die Kontakte, die sie in ihrer Zeit im Landesbauernverband gesammelt hat, möchte sie für die Region einsetzen. „Unser Ziel ist es, die Attraktivität der ländlichen Region durch eine möglichst hohe Versorgungsqualität zu stärken“, sagt Susanne Dannenberg. Die Region sei auf einem guten Weg.