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Dippoldiswalde

Die Phantombrücke über die Rote Weißeritz

Die Steinbruchbrücke in Dipps wurde 2010 abgerissen und der Wiederaufbau versprochen. Doch das dauert noch ein paar Jahre.

Hier soll die ehemalige Steinbruchbrücke wieder über die Rote Weißeritz führen. Aber es findet sich bisher niemand, der das Bauwerk errichtet. © Egbert Kamprath

Seit 2010 gibt es die Steinbruchbrücke in Dippoldiswalde nicht mehr, die an der Tankstelle über die Rote Weißeritz führte. Sie wurde abgerissen, weil sie nicht zur neugebauten B 170 passte, sollte aber als Fußgänger- und Fahrradbrücke wieder aufgebaut werden. Doch seitdem ist die Brücke ein Phantom. Das Geld dafür liegt auf der hohen Kante und wartet darauf, dass endlich jemand baut.

Einst ist die Brücke errichtet worden als Zufahrt zu dem Steinbruch auf der anderen Seite der Weißeritz. Danach hat sie auch ihren Namen bekommen: „Steinbruchbrücke“. Der Steinbruch ist schon lange eingestellt, aber die Brücke war ein praktischer Zugang zur Eichleite und zum Wanderweg, der die Kernstadt Dippoldiswalde mit Ulberndorf verbindet. Deswegen fragte der Dippoldiswalder Ortsvorsteher René Schlechter (CDU) auf der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses nach, wie es um den Wiederaufbau der Brücke steht.

Eigentlich war dafür das Landesamt für Straßenbau und Verkehr verantwortlich. In seiner Regie wurde die Brücke ja auch abgerissen. Doch dort waren immer andere Baustellen wichtiger. Also haben sich das Landesamt und die Stadtverwaltung Dippoldiswalde 2016 geeinigt, dass sich die Stadt um dieses Bauvorhaben kümmert. Doch das war auch leichter gesagt als getan. Der damalige Bauamtsleiter und der Oberbürgermeister sind beide nicht mehr im Amt. Und die Stadt hat das gleiche Problem wie das Landesamt. Andere Arbeiten drängen. So müssen die Instandsetzungen der Hochwasserschäden im Wesentlichen dieses Jahr abgeschlossen werden, sonst bekommt Dippoldiswalde kein Geld mehr dafür. Außerdem ist bekannt, dass dieser Brückenbau kompliziert ist. So musste schon einmal der Standort verschoben werden, weil am alten Platz der Eisvogel lebte.

Aber noch ist die Phantombrücke nicht tot. Sie wird mittelfristig gebaut, kündigte der Baubeigeordnete Peter Antoniewski an. 2019 und 2020 seien die Kapazitäten im Bauamt dafür aber noch nicht da.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/dippoldiswalde vorbei.

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