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Die Ponyretter

Das Pony Blacky macht Fortschritte. Bis es auch anderen helfen kann, ist es noch ein weiter Weg.

© Foto: Dirk Zschiedrich

Von Anja Weber

365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Stolpen. Anastasia und Laura haben Pony Blacky in ihr Herz geschlossen. Immer wieder kommen sie auf den Pferdehof von Isabel Michel in Ehrenberg, um sich um das Tier mit der besonderen Geschichte zu kümmern. Denn Blacky wurde vor der Schlachtbank gerettet, dank des Vereins Einheit-Mensch-Tier und Kerstin Wuttig. Die Helmsdorferin hat mit weiteren engagierten Mitstreitern das Pony vor dem Tod bewahrt und will es nun auf dem weiteren Weg begleiten. Ziel ist es, Blacky als Begleitpferd im Bereich tiergestützte Aktivität und Pädagogik für verhaltensauffällige Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche einzusetzen und dort speziell bei psychischen Beschwerden. Doch bis es so weit ist, muss das Pferd noch einen weiten Weg zurücklegen.

Viele Tierfreunde hat Blacky schon gefunden, die für sein Überleben auch Geld gespendet haben. „Dafür möchte sich der Verein ganz herzlich bedanken. Nur so war es uns möglich, Blacky betreuen und medizinisch versorgen zu lassen“, sagt Kerstin Wuttig. Und die ersten Fortschritte seien bereits zu erkennen. Blacky könne sich nun aufgrund seiner wesensgerechten Behandlung und Förderung in die Pferdegruppe in Ehrenberg integrieren. Auch seine psychische und physische Verfassung werde immer besser. „Nun braucht er unbedingt eine auf Pferde abgestimmte physiotherapeutische Behandlung“, sagt Kerstin Wuttig.

Bei den Untersuchungen wurde festgestellt, dass Blacky Blockaden, krankhafte Veränderungen an der Wirbelsäule, falsch gewachsene Hufe, fehlende Muskeln und damit auch eine ungesunde Körperhaltung hat. Denn Blacky ging es nicht immer so gut, wie seine traurige Geschichte zeigt. Die Haltung von Blacky war in seinem ersten Zuhause alles andere als artgerecht. Das haben die Tierschützer schnell herausgefunden. Doch für Blacky nahte Hilfe. Angefangen hatte die im November letzten Jahres. Da bekam Kerstin Wuttig einen Anruf von einer Tierfreundin aus Crimmitschau im Landkreis Zwickau, sie wollte ein Pony vor der Schlachtbank bewahren. Nach wenigen Gesprächen stand fest, das vierjährige Pony wird gerettet und in die Sächsische Schweiz geholt. Zum Glück fand Kerstin Wuttig in Isabel Michel aus Ehrenberg eine Expertin, die das Pony in ihrer Tierpension aufnehmen und ihm eben auch einiges beibringen konnte. Dafür sind die Tierschützer ihr sehr dankbar. Ohne die Hilfe von Isabell Michel hätten sie Blacky allerdings nicht retten können.

Und sie brauchen auch noch weitere Unterstützung. Denn nun seien zum Beispiel finanzielle Ausgaben für die Röntgenaufnahmen und für die Physiotherapie notwendig. Nicht zuletzt helfen aber auch die liebevollen Zuwendungen dem Pony, wie zum Beispiel die regelmäßigen Streicheleinheiten von Anastasia und Laura. Die Mädchen kommen zum Füttern, helfen beim Ausmisten des Stalls, striegeln Blackys Fell und unternehmen mit dem Pony auch kleine Spaziergänge. All das hilft, Blacky in seinem nicht einfachen Leben weiter voranzubringen. Auch dafür möchte sich der Verein ganz herzlich bedanken. Und so sei das vor dem Tod gerettete Pony schon jetzt eine große Bereicherung für viele Menschen, sagt Kerstin Wuttig.

Hier die Bankverbindung: Ostsächsische Sparkasse Dresden; IBAN: DE86 8505 0300 0221 0057 81 - Kennwort Blacky, BIC: OSDDDE81XXX.

Noch mehr Informationen gibt es auf der Internetseite des Vereins unter: www.lebendich.de oder auf der Vereinshomepage unter www.einheit-mensch-tier.de.