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Die Puppenfee soll in Freital tanzen

Der Verein Soziokultur und die Elbland Philharmonie planen ein großes Projekt in Freital. Dafür werden noch Mitwirkende gesucht.

© PR/Studioline Dresden

Von Thomas Morgenroth

Freital. Ende Oktober soll die Puppenfee auf der großen Bühne des Stadtkulturhauses Freital tanzen – und mit ihr rund fünfzig Freitaler Kinder und Jugendliche als lebendig gewordene Puppen. „Die Puppenfee“, komponiert von Josef Bayer, 1888 am Wiener Hoftheater uraufgeführt, ist eines der erfolgreichsten Ballett-Werke im deutschsprachigen Raum. Die Elbland Philharmonie Sachsen und das Soziokulturelle Zentrum Freital wollen dem getanzten Märchen, das in einem Puppenladen spiel, nun ein zeitgenössisches Gewand verpassen und gemeinsam inszenieren.

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Die Idee dazu hatte Kerstin Mager-Baran vom Soziokulturellen Zentrum, die auch die künstlerische Leitung übernommen hat. „Für uns ist es ein ganz besonderes Projekt“, sagt sie. Es sei das erste, an deren Umsetzung erstmals seit Gründung des Trägervereins Soziokultur im Juni 2016 alle sieben Mitgliedsvereine gemeinsam beteiligt sind. Als Beispiele nennt sie das Kuta-Werk, das den tänzerischen Teil maßgeblich unterstützt, und den Förderkreis Biotec, der im Nähprojekt „In der Nähe“ mit Kindern Kostüme herstellen will.

Das ursprünglich stark am Walzer orientierte und mit opulenten Kostümen und Kulissen ausgestattete Ballett soll für Freital eine Modernisierung erfahren. Eine zeitgemäße Auffrischung bekommen Musik, Libretto und vor allem die Charaktere. Aus der Wohlstandsfamilie des späten 19. Jahrhunderts mit verwöhnter Tochter wird so ein Elternpaar der Gegenwart mit Teenager-Tochter, die nur ihr Smartphone im Blick hat. Die Puppen sind nun Barbie, Monster-High-Puppen oder Lego-Figuren, Walzer, Ländler oder Polka werden teilweise durch Jazz Modern Dance, klassischen Tanz, Breakdance oder Hip-Hop ersetzt.

Bereits seit März arbeitet der Hamburger Komponist Karsten Gundermann an einer „Re-Komposition“ der „Puppenfee“. Es ist nicht seine erste Arbeit für die Elbland Philharmonie, er war schon für die Musikarrangements des Kindertanzprojektes des Orchesters „Breakdance meets Classic“ und für das Tanzspektakel „Symphonix“ mit The Saxonz zuständig.

„Wir wollen nun etwa fünfzig junge Freitaler im Altersspektrum zwischen sechs und sechzehn Jahren finden, die bereits tanzerfahren sind, aber noch nicht kontinuierlich an einem gemeinsamen Projekt beteiligt waren“, sagt Kerstin Mager-Baran. Sie verspricht allen Beteiligten durch die besondere Bühnentanz- und Orchesterspezifik ein unvergessliches Erlebnis. Die Rolle der Puppenfee allerdings ist bereits vergeben, an die Freitalerin Josi Striemann. Als Choreografin des Stücks hat Kerstin Mager-Baran die 24-jährige Dresdnerin Cecilia Lerg gewinnen können, die sie von anderen Projekten her kennt. Für den Bereich Breakdance zeichnet Patrick Schöne verantwortlich. Fachliche Betreuung für die Walzer-Paare übernimmt die Freitaler Tanzschule Richter.

Am 29. Mai können sich im Spiegelsaal der Turnhalle des Weißeritzgymnasiums noch Interessenten als Tänzer oder Tänzerin vorstellen. Kinder in der Altersklasse von sechs bis zehn Jahren sind zwischen 17 und 17.45 Uhr eingeladen, Kinder und Jugendliche von elf bis sechzehn Jahren daran anschließend bis 18.30 Uhr. Die Proben mit großem Orchester finden vom 23. bis 25. Oktober im Kulturhaus Freital statt. Am 27. Oktober dann tanzt die Puppenfee in zwei Vorstellungen im großen Saal.