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Die Revier-Forderung ist absolut berechtigt

Es kann nicht sein, dass in einer Stadt wie Radebeul abends 18 Uhr de facto kein Polizist vor Ort ist, meint SZ-Redakteur Peter Redlich.

© Norbert Millauer

Erst wurde das Radebeuler Polizeirevier geschlossen, dann das Coswiger. Jetzt gibt es in Radebeul noch einen Standort, der mit ein bis zwei Beamten von 8 bis 18 Uhr besetzt ist. Das reicht nicht, sagen viele Bürger in Radebeul. Sie wollen wieder ein richtiges Revier in der bevölkerungsreichsten Stadt des Landkreises Meißen. Eine Forderung, die zuletzt auch im Stadtrat von der CDU-Fraktion gestellt wurde. Berechtigt?

Wer die Zahlen und die Sorge allein der Bürger in Radebeuler Genossenschaftswohnungen liest, stellt diese Forderung nicht in Frage. Sicherheit stellen die Bürger im Kreis Meißen an oberste Stelle. Da kann es nicht sein, dass in Radebeul nach 18 Uhr allenfalls ein Streifenwagen vorbeirollt.

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Die Leitung der WG Lößnitz wie auch die Stadträte, die wieder ein Revier haben wollen, betonen bewusst, dass sie für die Situation nicht die Polizei verantwortlich machen. Die Revierleitung in Meißen tut ihr Möglichstes, um in regelmäßigen Sicherheitsabsprachen in den Rathäusern und mit Bürgerpolizisten auf die aktuelle Lage reagieren zu können. Wenn gehäuft eingebrochen, oder wie in Coswig gezündelt wird, gehen auch mal Polizisten in Zivil nachts Streife. Doch das produziert wieder Überstunden, die sich die Meißner Mannschaft kaum leisten kann.

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Fakt ist, es fehlt an Polizisten und es kann nicht sein, dass in einer Stadt wie Radebeul abends 18 Uhr de facto kein Polizist vor Ort ist. Die Forderung der Genossenschaftler wie der Stadträte ist mehr als berechtigt.

E-Mail an Peter Redlich