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Zittau

Die bunte Schlange vom Westpark

Sie besteht aus vielen angemalten Steinen und soll die Zeit der Krise ein bisschen fröhlicher machen.

Yvonne Lehmann und Tochter Emely am Wartewurm am Pethauer Teich.
Yvonne Lehmann und Tochter Emely am Wartewurm am Pethauer Teich. ©  Matthias Weber

Yvonne Lehmann und ihre Tochter Emely sind wirklich begeistert. Sie kommen derzeit alle zwei Tage in den Westpark und jedes Mal ist die bunte Schlange am Pethauer Teich ein bisschen länger. Die junge Mutter legte Anfang April den ersten Stein mit dem Kopf des Wartewurms und eine kurze Erklärung auf den Boden. Darin schreibt sie, dass die Steine zu einem Spiel gehören und lädt die Leser zum Mitmachen ein.

"Das kann eine Beschäftigung für die ganze Familie sein", sagt die Initiatorin. Zuerst könne man gemeinsam passende Steine sammeln, sie dann zu Hause bemalen und schließlich in den Westpark gehen und den Wartewurm ein kleines Stückchen wachsen lassen. Der heißt so, weil er das Warten auf das Ende der Beschränkungen durch Corona verkürzen helfen soll. Es sind ausdrücklich nicht nur Familien oder Kinder angesprochen. Auch Kind Gebliebene dürfen selbstverständlich ihrer Kreativität freien Lauf lassen, sagt die Initiatorin.

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Die Idee kommt aus der Facebook-Gruppe "Wandersteine", in der Yvonne Lehmann seit ein paar Monaten Mitglied ist. Dort haben sich Menschen zusammengefunden, die Steine bemalen und dann "auswildern", sie also irgendwo draußen ablegen. Wenn eine andere sie findet, kann und soll er die Steine mitnehmen und woanders wieder freigeben. So sollen sie möglichst vielen Menschen Freude bringen. Aufgrund der Corona-Krise sind die Gruppenmitglieder aber vorsichtig geworden und lassen die Steine derzeit liegen. Zu hoch sei das Risiko, sich doch irgendwie anzustecken, schreiben sie auf ihrer Facebook-Seite. Um dennoch nicht untätig zu bleiben, entstand die Idee mit dem Wartewurm.

"Das können wir in Zittau auch", dachte sich Yvonne Lehmann. Sie war anfangs nicht sicher, ob ihre Idee ankommt und freut sich nun sehr, dass schon so viele mitgemacht haben. Nach nur zwei Wochen zählte sie mit ihrer Familie bereits 250 Steine und täglich kommen neue dazu. Darunter sind richtige kleine Kunstwerke. Sie sieht aller paar Tage nach ihrer Schlange und ist sehr gespannt, wie viele Steine es am Ende werden. Die Zittauerin freut sich, dass so viele mitmachen. Sie hatte zuerst etwas Bedenken, ob jemand die Steine wegnimmt, sagt sie. Doch bisher sei das nicht passiert. Die Schlange soll solange liegen, bis die Krise vorbei ist. Familie Lehmann ist schon ganz gespannt, wie viele Steine es am Ende sein werden.

Markus Matka hat dazu noch eine andere Idee, wie er der Sächsischen Zeitung mitteilt. Der Angler sieht beinahe jeden Tag am Pethauer Teich nach dem Rechten und findet die Steineschlange toll. Er würde sich wünschen, dass sie dort als Andenken an die Corona-Krise liegen bleibt. Vielleicht könnte ja die Stadt Zittau als Eigentümer des Teiches sogar eine kleine Absicherung als Schutz anbringen, schlägt er vor. Dann könnten die Steine nicht ins Wasser fallen.

Der Wartewurm am Pethauer Teich besteht aus etlichen bunt angemalten Steinen.
Der Wartewurm am Pethauer Teich besteht aus etlichen bunt angemalten Steinen. ©  Matthias Weber

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